Foto: Ulf Kleiner
Caro Trischler ist da – und mit ihr ein Klangkosmos, der leise beginnt und tief unter die Haut geht. Beim LOKAL Listener von Gastgeber Gregor Praml im MAK präsentiert die Mainzer Sängerin und Gitarristin ihre eigenen Songs auf Englisch und Portugiesisch – mal poetisch, mal introspektiv, immer ehrlich und unmittelbar. In ihrer Musik verschmelzen Jazz, brasilianischer Bossa Nova und Folk zu einer warmen Klangsprache voller Leichtigkeit und Intensität. Caro lädt ihr Publikum ein, „sich benebelt in der Musik zu verlieren und die Welt außenrum auszublenden.“ Ihr Weg führte sie früh aus der badischen Kleinstadt nach Berlin – mit 17 Jahren stand sie im Halbfinale von The Voice of Germany auf der großen TV-Bühne. Doch statt Glitzer und Schein zog es sie zur Substanz: „Ich war stets auf der Suche nach Musik, die mich wirklich bewegte – Musik, die um ihretwillen entstand.“ Diese Suche führte sie nach Mainz, zum Jazzgesangsstudium und schließlich zur brasilianischen Musik, der sie sich mit Hingabe widmet. Heute singt sie Klassiker von João Gilberto und Elis Regina mit derselben Überzeugung wie eigene Songs, inspiriert von Joni Mitchell oder Paramore – eine ungewöhnliche, aber genau darin authentische Mischung. Begleitet wird Caro Trischler von ihrem langjährigen Weggefährten, dem Pianisten Ulf Kleiner.
>> 18.12., Jazzklub im MAK – Museum Angewandte Kommunikation, Frankfurt, 20 Uhr, VVK: 28,50 €, erm.: 23 €, museumangewandtekunst.de, romanfabrik.de