© Alien Chicks
Die Alien Chicks gehören zu jener Sorte Bands, die man nicht einfach hört, sondern erlebt. Das Trio aus Süd-London lässt Rap, Jazz und Punk so selbstverständlich kollidieren, als wäre diese Mischung schon immer Teil der britischen Musik-DNA gewesen. Mit Frontmann Josef Lindsay, dessen Gitarrenlinien scharf wie Neonlicht durchs Set schneiden, dem warm vibrierenden Bass von Stefan Parker-Steele und dem explosiven, präzisen Drumming von Martha Daniels formt die Band einen Sound, der roh, verspielt und kompromisslos zeitgeistig zugleich ist. Entstanden sind Alien Chicks dort, wo Londons musikalischer Untergrund schlägt: in kleinen, verschwitzten Venues wie dem legendären Windmill in Brixton, wo sie sich mit unermüdlichen Liveshows eine treue Fangemeinde erspielten. Mit ihrer Debüt-EP „Indulging The Mobs“, erschienen auf SO Recordings x Hideous Mink, halten Alien Chicks dieses Tempo nun auf Platte fest. Das Release fängt die Dringlichkeit ihrer Liveshows ein – eine Mischung aus schnellen Rap-Passagen, jazzigen Bassfiguren und wütenden Punkmomenten, die jederzeit ausbrechen könnten. Alien Chicks sind kein Hype, sondern eine der aufregendsten neuen Stimmen der europäischen Post-Punk-Szene.
>> 14.2., Feinstaub, Frankfurt, 20 Uhr (bis 22 Uhr pünktlich), 15 €