@ Paul Fidler
Frankfurt am Main, Germany. Cityscape image of Frankfurt am Main
Ramadan-Beleuchtung in der Freßgass
Zum dritten Mal wird die Große Bockenheimer Straße während des Fastenmonats mit Halbmonden, Sternen, Fanoos-Laternen und dem Schriftzug „Happy Ramadan“ illuminiert und das noch bis 19. März. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner nahmen die Einschaltung vor. Beide betonten die Bedeutung von Sichtbarkeit, Vielfalt und friedlichem Miteinander in der Stadtgesellschaft. Vertreter muslimischer Gemeinden hoben den Beitrag der Beleuchtung zum Zusammenhalt hervor. Grundlage ist ein Beschluss der Stadtverordneten aus dem Jahr 2023; in Frankfurt leben rund 130.000 Muslim:innen.
Frankfurt startet neue Phase beim Ausbau der E-Ladeinfrastruktur
Die Stadt Frankfurt beendet ihr Pilotprojekt zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur und geht ab März in die nächste Ausbaustufe über. Grundlage sind die Auswertungen aus dem Pilotprojekt, in dem mehr als 450 neue Ladepunkte entstanden. Die Erkenntnisse fließen nun in den stadtweiten Ausbau ein. Künftig sollen interessierte Unternehmen die geplanten Standorte im gesamten Stadtgebiet Schritt für Schritt realisieren. Ziel ist ein flächendeckendes, praxistaugliches Ladenetz für Elektrofahrzeuge.
Achter Frankfurt Cleanup am 20. und 21. März
Unter dem Motto „Frankfurt räumt auf – sei dabei“ ruft Klima und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez zum achten Frankfurt Cleanup auf. Die stadtweite Aktion findet am 20. und 21. März statt und richtet sich an Einzelpersonen, Gruppen, Schulen und Unternehmen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich über 7000 Menschen. Erstmals stehen rund 200 Müllablageplätze bereit, um Abläufe zu erleichtern. Handschuhe, Müllbeutel und Pickerzangen werden gestellt. Anmeldungen sind bis 8. März unter cleanup.fes-frankfurt.de möglich. Organisiert wird die Aktion von FES, der Stabsstelle Sauberes Frankfurt und dem Grünflächenamt.
Umweltprämie sorgt für deutlichen Umstieg auf Bus und Bahn
Die Umweltprämie der Stadt Frankfurt zeigt im ersten Evaluationsjahr deutliche Wirkung: 560 Personen gaben ihr Auto auf und nutzten ein Jahr lang kostenlos den ÖPNV. Viele blieben anschließend dauerhaft bei Bus und Bahn. Laut traffiQ sank die Pkw-Nutzung deutlich, während ÖPNV-, Rad- und Fußwegeanteile stiegen. Insgesamt wurden rund 1300 Tonnen CO₂ eingespart. Die Prämie richtet sich an Personen ab 18 Jahren, die ihr Auto abgegeben haben und ein Jahr lang kein neues zulassen. Weitere Informationen: rmv-frankfurt.de/umweltpraemie; Evaluationsbericht: rmv.de/c/de/studie-umweltpraemie.
HfMDK vergibt erstmals Demokratiestipendien
Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) hat zum Wintersemester 2025/26 erstmals zwei Demokratiestipendien vergeben. Ausgezeichnet wurden Elias Ohly und Elin Mayer für ihr hochschulpolitisches Engagement. Die Förderung beträgt bis zu 500 Euro monatlich für maximal zwölf Monate; eine erneute Bewerbung ist möglich. Bewerben können sich Studierende, die in Gremien wie AStA, StuPa oder Senat aktiv sind. Die Jury unter Vorsitz des HfMDK-Präsidenten entschied über die Vergabe. Ziel des neuen Programms ist es, demokratische Mitgestaltung an der Hochschule zu stärken und zeitliche Freiräume für Engagement zu schaffen.
Frankfurt im Rennen um FairtradePublikumspreis
Die Abstimmung für den Publikumspreis der Fairtrade Awards 2026 läuft – Frankfurt tritt mit dem Projekt FAIRkickt an. Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff ruft die Bevölkerung zur Teilnahme auf. Bei FAIRkickt hatten rund 1200 Kinder und Jugendliche in Workshops und Aktionen während der EURO 2024 erlebt, wie Fairer Handel, Nachhaltigkeit und Fair Play zusammengehören. Die Stadt hofft nun auf breite Unterstützung, um den Preis nach Frankfurt zu holen. Abgestimmt werden kann bis 9. März online unter fairtrade-deutschland.de (Bereich Publikumspreis 2026).
Frankfurter Bücherkoffer erhält Deutschen Lesepreis
Das Stadtschulamt Frankfurt ist für den „Frankfurter Bücherkoffer“ mit dem Deutschen Lesepreis 2026 ausgezeichnet worden. Das Projekt belegte den zweiten Platz in der Kategorie „Herausragendes kommunales Engagement“. Der Bücherkoffer des Vereins chancenreich bringt jährlich mehr als 3500 Grundschulkindern zwölf bilinguale Bücher in über 50 Sprachen nach Hause und stärkt so frühkindliche Leseförderung. Die Stadt unterstützt das Programm seit 2020; inzwischen ist es an 45 Grundschulen und in Vorlaufkursen im Einsatz. Die Preisverleihung fand in Berlin vor rund 250 Gästen statt.
R A D A R zieht Bilanz für 2025
Die städtische Leerstandsagentur R A D A R – Räume für Frankfurt hat 2025 über 1000 Quadratmeter neue Kreativräume geschaffen und 64 Raumangebote veröffentlicht. Das vom Stadtplanungsamt betreute Programm aktiviert seit 2011 leerstehende Gewerbeflächen für die Kreativwirtschaft und begleitet Zwischennutzungen. 2025 wurden sieben Projekte über das Förderprogramm „Umbau leerstehender Räume für Kreative“ unterstützt. Größtes Vorhaben ist das künftige Atelierhaus OST am Bahnhof Höchst. Weitere Informationen: stadtplanungsamt-frankfurt.de und radar-frankfurt.de.
Erster Europäischer Paulskirchenpreis für Masih Alinejad
Der erstmals vergebene Europäische Paulskirchenpreis geht an die iranisch-amerikanische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad. Das Kuratorium würdigte ihren jahrzehntelangen Einsatz für Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte sowie ihren Mut, trotz persönlicher Gefährdung gegen Unterdrückung im Iran einzutreten. Oberbürgermeister Mike Josef bezeichnete die Auszeichnung als wichtiges Signal an die Menschen, die im Iran für Veränderungen kämpfen. Alinejad erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis am 31. März in der Frankfurter Paulskirche; die Laudatio hält Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.
Studie bestätigt hohe wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus
Eine neue dwif-Studie zeigt: Der Tourismus erzielte in Frankfurt 2024 einen Bruttoumsatz von rund 4,9 Mrd. Euro. Oberbürgermeister Mike Josef betont den wichtigen Beitrag zum städtischen Steuereinkommen von über 100 Mio. Euro sowie das tourismusinduzierte Einkommensäquivalent für rund 59.500 Menschen. Insgesamt verzeichnete die Stadt 71,4 Mio. Aufenthaltstage, darunter 11,1 Mio. Übernachtungen in Hotels. Laut TCF profitieren neben Hotellerie und Gastronomie auch Handel, Verkehr und Kultur. Die vollständige Studie steht unter visitfrankfurt.de bereit.
Neuer Leuchtschriftzug markiert die Freßgass
Die Stadt Frankfurt hat die Freßgass mit einem neuen Leuchtschriftzug aufgewertet. Seit dem 10. Februar markieren die beleuchteten Buchstaben an der Großen Bockenheimer Straße und der Kalbächer Gasse das Entrée der bekannten Genussmeile. Die Stabsstelle Stadtmarketing setzte das Projekt gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Freßgass um. Laut Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst stärkt der Schriftzug die Sichtbarkeit der traditionsreichen Einkaufs- und Gastronomiestraße und unterstreicht Frankfurts internationales Profil.
Weitere Informationen: stadtplanungsamt-frankfurt.de.
Frankfurt setzt „Mietenmonitor“ 2026 fort
Das Amt für Wohnungswesen führt sein Projekt „Mietenmonitor“ auch 2026 weiter. Seit Jahresbeginn werden Wohnungsinserate großer Online-Portale systematisch ausgewertet. Auffällige Angebote werden geprüft und Vermietende über zulässige Miethöhen informiert. Bereits 2025 registrierte die Fachstelle in drei Monaten rund 2700 Verdachtsfälle, knapp 1000 Vermietende wurden über Mietpreisbremse und rechtliche Vorgaben informiert. Ziel ist mehr Transparenz und Verbraucherschutz auf dem angespannten Frankfurter Wohnungsmarkt. Hinweise zum Mietspiegelrechner: frankfurt.de/mietspiegel-rechner.
KfW fördert Schirn-Sanierung mit über zwei Millionen Euro
Die Stadt Frankfurt erhält für die laufende Sanierung der Schirn Kunsthalle eine Förderung der KfW in Höhe von 2,02 Millionen Euro. Voraussetzung war der Nachweis, dass das denkmalgeschützte Gebäude künftig energieeffizienter arbeitet. Gefördert werden unter anderem die energetische Fassadenerneuerung, neue Lichtkuppeln, Teile der Dachsanierung sowie Anlagentechnik. Insgesamt sind 35,6 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt. Kulturdezernentin Ina Hartwig betont die Bedeutung externer Fördermittel für den städtischen Haushalt.
Frankfurt richtet zentrales Transformation Office ein
Die Stadt Frankfurt hat ein Transformation Office im Dezernat für Bürger:innen, Digitales und Internationales eingerichtet. Die neue Stelle koordiniert ämterübergreifende Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben und setzt die städtische Rahmenstrategie Digitalisierung um. Das vierköpfige Team unter Leitung von Marco Dávila Vega soll Projekte strategisch bündeln und effizienter steuern. Laut Dezernentin Eileen O’Sullivan profitieren Bürger:innen künftig durch schnellere Verfahren und mehr digitale Angebote. Das Office evaluiert Ideen, übernimmt Konzeption und Monitoring und arbeitet eng mit den Fachämtern zusammen.
„Letter of Intent“ für Offenes Haus der Kulturen unterzeichnet
Die Stadt Frankfurt, die ABG Frankfurt Holding, die Goethe-Universität, der Verein „Offenes Haus der Kulturen“ und der AStA haben einen Letter of Intent zur zukünftigen Nutzung des Studierendenhauses in Bockenheim unterzeichnet. Das Gebäude soll frühzeitig an die Stadt übergehen, um die Einrichtung eines Offenen Hauses der Kulturen vorzubereiten. Der Verein soll langfristig Hauptnutzer werden; der AStA bleibt bis zum Umzug ins neue Studierendenhaus im Gebäude. Die ABG übernimmt notwendige Sanierungsmaßnahmen im Auftrag der Stadt. Die vollständige Übergabe ist für 2028 vorgesehen.
Mehr Barrierefreiheit in städtischen Gebäuden
Die Stadt Frankfurt treibt den barrierefreien Umbau ihrer Liegenschaften weiter voran. Laut Analyse der Stabsstelle Inklusion sind 90 Prozent von 380 geprüften Gebäuden barrierefrei zugänglich. Für 38 weitere Gebäude wird nun geprüft, ob ein barrierefreier Umbau möglich ist. Ziel sei eine möglichst umfassende Teilhabe, betonte Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg. Dafür stehen jährlich rund eine Million Euro Fördermittel bereit. Herausforderungen bestehen vor allem bei denkmalgeschützten Bauten wie dem Bolongaropalast oder historischen Villen. Die Stadt will dennoch jedes Gebäude mindestens um eine Stufe in der Barrierefreiheitskategorie verbessern.
HMF zeigt Präsentationen zum 100. Geburtstag von Ursula Edelmann
Das Historische Museum Frankfurt widmet der 2024 verstorbenen Fotografin Ursula Edelmann anlässlich ihres 100. Geburtstags zwei Präsentationen. Ab Dienstag, 3. März, sind in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ Architekturfotografien städtischer Bauten zu sehen. Im Sammlermuseum werden zudem Aufnahmen zum Wiederaufbau des Historischen Museums der 1950er und 1960er Jahre gezeigt.
Die Einführung übernimmt Kuratorin Dorothee Linnemann am 3. März um 15 Uhr im HMF. Edelmanns Sohn Thomas Edelmann wird ebenfalls anwesend sein.
Frankfurt legt Beschwerde gegen VG-Entscheidung ein
Die Stadt Frankfurt hat gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt. Das Gericht hatte im Eilverfahren festgestellt, dass die regelmäßig geplanten Veranstaltungen unter dem Motto „Religionsfreiheit verteidigen“ als Versammlungen nach Art. 8 GG einzustufen seien. Ordnungsamtsleiter Holger Habich kritisierte die Entscheidung als zu weitreichend. Die Stadt hält dagegen, dass es sich vorrangig um religiöse Zusammenkünfte handele und nicht um politische Meinungsäußerungen. Mit der Beschwerde soll Rechtssicherheit geschaffen werden.
Frankfurter Fachstelle verhindert seit Jahren erfolgreich Zwangsräumungen
Die zentrale Fachstelle „Hilfen zur Wohnungssicherung“ (HzW) der Stadt Frankfurt verhindert seit 2012 jährlich Hunderte Zwangsräumungen. Die Einrichtung bündelt Beratung und Intervention und gilt bundesweit als Modell. Rund 30 Mitarbeitende unterstützen Betroffene, vermitteln zwischen Mietparteien und übernehmen in vielen Fällen Darlehen oder Anträge zur Kostenübernahme. Die Zahl der Räumungen konnte bereits in den ersten zweieinhalb Jahren nach Gründung von 964 auf 450 gesenkt werden. Andere Kommunen zeigen großes Interesse am Konzept. Die HzW ist bei jeder Räumung vor Ort und setzt auf frühe, koordinierte Hilfe, um Wohnungslosigkeit zu vermeiden.
Baustellen bei U- und Straßenbahnen im ersten Halbjahr
Die Stadt Frankfurt informiert über anstehende Betriebsunterbrechungen bei U- und Straßenbahnlinien im ersten Halbjahr. Die Übersicht umfasst sowohl laufende und bereits abgeschlossene Arbeiten als auch Maßnahmen anderer Verantwortlicher, die den Linienbetrieb beeinflussen. Änderungen bei Terminen, Umleitungen oder Schienenersatzverkehren sind möglich. Aktuelle Informationen veröffentlicht die VGF vor Baubeginn in ihren Pressemitteilungen sowie fortlaufend unter: vgf-ffm.de/bauvorhaben2026.