Plakate über Plakate, zum Teil mit abenteuerlichen Aussagen säumen die Stadt, sofern diese die Zerstörungslust unbeschadet überstanden haben, und laden uns ein, Rot, Schwarz oder Grün zu wählen ... Hilfreich bei der Qual der Wahl ist der Lokal-o-mat, der wichtige Fragen aufwirft (frankfurt.lokal-o-mat.de/de), die mit den unterschiedlichsten Ansätzen beantwortet werden können. Mein top drei sind fast immer gleich, sodass mein Gang zur Urne ein kurzer Ausflug werden wird. Aber nicht doch! – Welche werden nicht verraten … Der März ist da und mit ihm ein sehnlich erwarteter Frühlingsduft. Wir tauen auf, verlassen sachte das Winterquartier und schauen zumeist belustigt auf die Neuigkeiten, die auf uns warten. Lasst uns überlegen: Dass Herr Söder beim Aschermittwoch die „linksgrüne Verbotszone“ in Passau ausruft zum Beispiel, lässt uns schmunzeln. So ist er halt, immer für einen Lacher gut. In Schockstarre dürfte Friedrich Merz’ Plan, Social Media für unter 16-Jährige zu verbieten, nicht nur die Kleinen versetzt haben, sondern auch jene Eltern, die vom Sohnemann nur dann etwas Ruhe zu haben glauben, wenn dieser sich Aufregenderem als den Eltern widmen kann. Und was gibt es Faszinierenderes als TikTok und Co. Eine gute Nachricht für Frankfurt: Für das Crack-Suchthilfezentrum sind vier Träger gefunden. Das Haus in der Niddastraße 76 soll im ersten Halbjahr 2027 eröffnen. Auch für Bewohner:innen und Besucher:innen des Merianplatzes gibt es eine gute Neuigkeit: Anstelle der beiden Platanen, die von geistig fragilen Persönlichkeiten vergiftet wurden und der Axt anheimfielen, werden acht neue Bäume gepflanzt und um die Stämme Beete anlegt. Auch wenn es etwas überzogen vorkommt: Warum auch nicht? An der Stelle südlich des denkmalgeschützten alten Merianbads, an der einst eine der beiden großen Platanen in den Himmel ragte, soll eine Art Denkmal für die gefällten Bäume platziert werden. Geplant sei ein rund zwei Meter großer, stilisierter Baumstumpf aus Cortenstahl. Da bekommt man doch richtig Lust auf open air. Wir sehen uns!