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Mit „Maximillo und der Gloriogant“ legt der deutsche Zeichner und Autor Marco Finkenstein sein erstes großes Comic-Epos vor – und erweitert die Fantasy-Landschaft um eine ungewöhnlich eigenständige Stimme. Auf 184 Seiten entfaltet sich eine visuell dichte Geschichte, die bewusst mit Genre-Klischees bricht und stattdessen eine neue, oft verspielte und zugleich vielschichtige Welt erschafft. Statt klassischer Elfen- und Drachenmotive bevölkern fantasievolle Kreaturen wie Grollbrommer, Flachshexen oder Allengefaller das Geschehen und verleihen der Erzählung einen unverwechselbaren Ton zwischen Humor, Abenteuer und leiser Gesellschaftskritik.
Im Mittelpunkt stehen Maximillo, ein vorsichtiger Held wider Willen, und seine Schwester Psia – mutig, klug und magiebegabt. Als Trieks geraten sie in ein episches Abenteuer rund um den rätselhaften Glorioganten, das sie weit über sich hinauswachsen lässt. Dabei entwickelt Finkenstein eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch unterschwellig Fragen nach Macht, Verantwortung und gesellschaftlichen Strukturen stellt.
Marco Finkenstein ist bislang vor allem durch seine Arbeiten als Cartoonist bekannt, unter anderem für Magazine wie Titanic oder FRIZZ Das Magazin. Mit diesem Werk vollzieht er den Schritt zur langen grafischen Erzählung – und beweist dabei ein feines Gespür für Dramaturgie, Tempo und visuelles Storytelling. Entstanden ist der Comic über zwei Jahre hinweg an unterschiedlichsten Orten in Europa – ein kreativer Prozess, der sich in der Vielschichtigkeit und Beweglichkeit der Bilder widerspiegelt. „Maximillo und der Gloriogant“ ist als Auftakt einer möglichen Reihe angelegt und eröffnet ein Universum, das neugierig macht auf mehr: ein Comic, der klassische Fantasy respektiert, sie aber zugleich mutig weiterdenkt und neu formt.
>> 19,90 €, gringo-comics.de und im Buchhandel