Online suchen, offline hoffen – in der neuen Folge von „Selbstbestimmt“ geht Comedian und Schauspieler Tan Caglar der Frage nach, wie sehr Vorurteile das Dating‐Spiel bestimmen. Sein Selbstexperiment ist simpel, aber entlarvend: Zwei Dating-Profile, ein Mensch – einmal nur das Gesicht, einmal sichtbar im Rollstuhl. Welche Version führt zu Matches, welche zu schweigendem Wegwischen? Caglar bleibt damit nicht allein. Er trifft Menschen mit Behinderungen, die offen über ihre Erfahrungen sprechen. Jede fünfte Beziehung entsteht heute online – eine Chance für viele, sich so zu präsentieren, wie sie gesehen werden wollen. Doch die Realität ist oft komplizierter: Zwischen Hoffnung und harter Ehrlichkeit geraten Nachrichtenstränge ins Stocken, sobald Krankheiten oder Einschränkungen zur Sprache kommen. Gemeinsam mit Poetry Slamer und Autor Kai Bosch diskutiert Caglar darüber, wie viel Mut, Humor und manchmal auch Frustration zum digitalen Flirten gehören. Die beiden verbringen einen Slam-Abend in Dresden, fragen das Publikum und stoßen auf ein Thema, das viele bewegt: Wie frei sind wir wirklich in unserer Partnerwahl? Caglar fragt weiter: Warum fällt es uns schwer, einander im echten Leben anzusprechen? Und was sagt unser Swipe-Verhalten über unser Miteinander aus? Die Folge zeigt: Zwischen Matching-Algorithmen und echter Nähe liegen oft mutige Fragen – und Antworten, die nicht bequem sind, aber notwendig.