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Nach über zwanzig Jahren erfolgreicher Arbeit wandelt sich das Frankfurter Projekt „Rosa Paten“ der AIDS-Hilfe Frankfurt e. V. (AHF) in eine neue, inklusive Form: Ab 2026 heißt der ehrenamtliche Besuchsdienst für ältere queere Menschen „RegenbogenBuddies“. Der neue Name steht für Vielfalt, Offenheit und gegenseitige Unterstützung und spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte wider. Während die „Rosa Paten“ ursprünglich gegründet wurden, um älteren homosexuellen Männern – häufig auch mit HIV-Diagnose – soziale Teilhabe und persönliche Begleitung zu ermöglichen, richtet sich das Nachfolgeprojekt „RegenbogenBuddies“ nun an alle queeren Senior:innen: lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und nicht-binäre Menschen. Viele queere Senior:innen erleben im Alter Einsamkeit und Isolation, oft als Folge lebenslanger Diskriminierung und fehlender familiärer Bindung. Klassische Altenhilfe-Angebote sind häufig nicht auf queere Lebensrealitäten eingestellt und werden deshalb wenig in Anspruch genommen. Hier setzen die RegenbogenBuddies an: Mit einem Peer-to-Peer-Ansatz, der Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht, schaffen sie Vertrauen, Zugehörigkeit und neue soziale Verbindungen. Die langjährige Erfahrung der Rosa Paten bildet dabei das Fundament für den Neustart: bewährte Strukturen, Schulungskonzepte und Supervision bleiben erhalten, werden aber um queersensible Inhalte und inklusive Ansprache erweitert.