© Stadt Frankfurt am Main
Stadträtin Eileen O’Sullivan stellt die Plakate in englischer und türkischer Sprache vor.
Am 15. März 2026 werden in Frankfurt die Stadtverordnetenversammlung, die 16 Ortsbeiräte und die Kommunale Ausländerinnen- und Ausländervertretung neu gewählt.
Am 15. März 2026 werden in Frankfurt die Stadtverordnetenversammlung, die 16 Ortsbeiräte und die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) neu gewählt. Insgesamt sind rund 516.000 Menschen für Stadtverordneten- und Ortsbeiratswahlen sowie etwa 223.000 Personen für die KAV-Wahl wahlberechtigt. Seit 2021 fallen diese drei Abstimmungen auf denselben Termin, sodass in Frankfurt an einem Tag insgesamt 18 rechtlich selbstständige Wahlen zusammenkommen.
„Unser Ziel ist es, allen Wahlberechtigten eine transparente, gut organisierte und verlässliche Wahl zu ermöglichen“, sagt Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales. „Dazu gehört, einen verlässlichen Ablauf am Wahltag sicherzustellen und mit Informationsmaterialien in mehreren Sprachen möglichst viele Menschen zu erreichen. Deswegen haben wir in diesem Jahr die städtische Plakatkampange in sechs verschiedenen Sprachen gestaltet.“
Das Kommunalwahlsystem in Hessen setzt auf eine Listenwahl, die eng mit einer Personenwahl verknüpft ist. Jede Wählerin und jeder Wähler hat so viele Stimmen, wie Sitze im jeweiligen Gremium zu vergeben sind: 93 bei der Stadtverordnetenwahl, in der Regel 19 bei den Ortsbeiräten (9 in Harheim und Nieder-Erlenbach) und 37 bei der KAV-Wahl. Wie diese Stimmen vergeben werden, ist sehr flexibel. Wer es einfach halten möchte, setzt ein Kreuz in der Kopfleiste einer Liste und gibt damit alle Stimmen diesem Wahlvorschlag. Wer einzelne Personen besonders unterstützen will, kann bis zu drei Stimmen auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten häufen (Kumulieren) oder seine Stimmen auf Bewerberinnen und Bewerber verschiedener Listen verteilen (Panaschieren). Alle genannten Möglichkeiten lassen sich auch miteinander kombinieren. Außerdem können einzelne Namen auf einer angekreuzten Liste gestrichen werden, die freien Stimmen werden dann auf die übrigen Personen der Liste verteilt. Wer sich vorab orientieren möchte, findet auf www.frankfurt.de/wahlen in der Rubrik „Kommunalwahlen und Ausländerbeiratswahl/Wahlrecht und Wahlberechtigung“ ein Erklärvideo zum Wahlsystem. Dort wird unter anderem gezeigt, wie der Stimmzettel aufgebaut ist und wie Kumulieren und Panaschieren in der Praxis funktionieren.
Auch organisatorisch ist die Wahl ein Großprojekt. Am 15. März kommen 18 verschiedene Stimmzettel zum Einsatz: ein weißer Stimmzettel für die Stadtverordnetenwahl, 16 Stimmzettel für die Ortsbeiräte mit farbig unterschiedlicher Rückseite sowie ein Stimmzettel für die KAV mit gelbgrüner Rückseite. Besonders ins Auge fällt der Stimmzettel für die Stadtverordnetenversammlung. Mit 144 mal 60 Zentimetern gehört er zu den größten Stimmzetteln Deutschlands.
Musterstimmzettel für alle Wahlen in Frankfurt sind in der Geschäftsstelle Wahlen in der Zeil 3 und im Briefwahllokal in der Stiftstraße 29 erhältlich, außerdem stehen sie online in der Rubrik „Kommunalwahlen und Ausländerbeiratswahl/Bekanntmachungen und Aktuelles“ zur Verfügung.
Damit alle ihre Stimme bequem abgeben können, werden stadtweit 378 Wahllokale eingerichtet, in der Regel in Wohnortnähe. Die meisten Wahlräume sind barrierefrei, erkennbar an einem Piktogramm auf der Wahlbenachrichtigung. Über die Funktion „Wo ist mein Wahllokal?“ auf der städtischen Website sowie über die Hotline (069) 212‑40400 lassen sich Wahllokal und Informationen zur Barrierefreiheit schnell abrufen.
Rund 7.000 ehrenamtliche Wahlhelfende sorgen dafür, dass am Wahltag und in den Tagen danach alles reibungslos läuft. Zunächst werden am Wahlsonntag die unveränderten Stimmzettel mit reinen Listenstimmen ausgezählt, ab Montag folgen die Stimmzettel mit Personenstimmen. Die Ergebnisse werden digital zusammengeführt, bevor der Gemeindewahlausschuss am 27. März 2026 das endgültige Wahlergebnis feststellt.
Wahl im Wahllokal oder per Briefwahl
Die Stimmabgabe ist am Wahltag, 15. März 2026, von 8 bis 18 Uhr im Wahllokal möglich. Das zuständige Wahllokal ist auf der Wahlbenachrichtigung angegeben.
Wer lieber zu Hause wählt oder am Wahltag verhindert ist, kann die Briefwahl nutzen. Briefwahlunterlagen können über den personalisierten QR‑Code auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, über den Online-Antrag oder im Briefwahllokal beantragt werden. Das Briefwahllokal befindet sich in der Stiftstraße 29 in der Innenstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und bietet die Möglichkeit, Unterlagen direkt mitzunehmen oder die Stimmzettel vor Ort auszufüllen und in die Urne zu werfen. Wichtig bei der Briefwahl ist nur, dass der Wahlbrief spätestens am Wahltag bis 18 Uhr bei der Wahlbehörde eingegangen ist.
>> Alle wichtigen Informationen zu den Kommunalwahlen, zur Briefwahl sowie zu den Wahllokalen finden sich gebündelt auf www.frankfurt.de/wahlen.