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Janet Echelman
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Das Kunstwerk in seiner ganzen Pracht
Sommerloch oder bereits jetzt der Aufreger des Jahres? Kaum etwas bewegte Volkes Seele so sehr wie die Kunstinstallation „A Sky Full of Hope“ der US-Amerikanerin Janet Echelman auf der Konstablerwache. Für die Stadt ist das an vier schweren Trägern aufgehängte Netz-Kunstwerk ein Experiment, der schmucklosen Betonwüste mehr Aufenthaltsqualität zu verpassen und einen neuen Bezugspunkt zu erschaffen. Die Künstlerin selbst ermuntert die Frankfurter:innen, sich den Raum darunter anzueignen, „die Choreografie des Werks zu bestimmen und auf diese Weise es zur eigenen Skulptur zu machen“. Gekostet hat die Installation bisher 2,3 Millionen Euro, Bedenken, das Geld sei an anderer Stelle sinnvoller investiert worden, teilt die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) nicht: „Das Geld war im Stadtmarketing gewissermaßen übrig. Deswegen wird auch nicht an anderer Stelle gespart.“ Die Frage, ob es trotzdem für die nicht gerade kleine Summe eine sinnvollere Verwendung gegeben hätte, mag sich jede(r) selbst beantworten. Auch das ist Kunst ...
Festivalleiter Gregor Maria Schubert und Brezel Göring (v. l.)
Super 8 und Geripptes
Brezel Göring wurde als eine Hälfte des Berliner Duos Stereo Total bekannt, das er mit seiner 2021 verstorbenen Partnerin Françoise Cactus bildete. Zur Hessen-Premiere von „Für immer 16“ brachte der Musiker und Filmemacher beides zusammen: Erst spielte er mit Darstellerin Chang Wang live und witzelte, einige Textstrophen hätte er mit Blick auf Frankfurt wohl anders geschrieben. Später liefen Stereo-Total-Songs im Film nach Cactus’ Vorlage. Nach der Vorführung fragte LICHTER-Festivalleiter Gregor Maria Schubert, ob Göring mit Christopher Nolan eine Retro-Welle lostrete. Gemeint war die analoge Filmrolle: Nolan drehte „Die Odyssee“ als ersten Spielfilm vollständig mit IMAX-Filmkameras, Göring sein Regiedebüt auf Super 8. Göring winkte ab, Nolan und dessen „Odyssee“ seien einige Nummern größer als seine Regiekunst. Danach ging es um Stereo-Total-Konzerte im Frankfurt der 1990er.
Bernhard Bub
Frankfurt am Meer
Zweieinhalb Jahrzehnte, 25 Jahre oder ein Viertel Jahrhundert: Es gib viele Bezeichnungen für die lange Zeit, die die Sommerwerft die Frankfurter Kulturlandschaft bereichert und oft sogar maßgeblich prägt. Auch im Jubiläumsjahr lud die Sommerwerft wie gewohnt zu 17 Tagen Kultur am Mainufer im Schatten der EZB ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen. Macher:innen gab und gibt es viele hinter einer so großen Veranstaltung, aber Bernhard Bub ist die Konstante. Passend zum diesjährigen Motto „The Ocean starts in Frankfurt“ war sein Highlight das Blue Lab, welches das Mainufer in einen offenen, inklusiven Lern- und Erlebnisraum verwandelte. Dort war es möglich, sich auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee zu begeben – eine Source-to-Sea-Perspektive, die die enge Verbindung zwischen Fluss und Ozean sichtbar macht. Neben seinen organisatorischen Fähigkeiten besitzt Bub wohl auch die Gabe der Vorsehung: Passender hätte die Themenauswahl im Dürresommer 2026 jedenfalls nicht sein können …
Kamrad
Echte Dankbarkeit
Im Sommer geht es in Frankfurt am Main Schlag auf Schlag: In keiner anderen Jahreszeit zieht es die Menschen so sehr an seine Lebensader. Kein Wunder, dass über 200.000 Besucher:innen Ende Juli das Osthafenfestival besuchten. Ein buntes Programm aus Kunst, Kultur, Gastronomie und Konzerten sorgte für ordentlich Abwechslung. Gerade Letztere heizten den Hitzegeplagten zusätzlich ein. So gab sich Popstar Kamrad die Ehre und begeisterte mehrere Tausend Menschen auf dem Konzertareal mit einem Mix aus alten Hits und sogar einem neuen Song. So betonte der 29-Jährige immer wieder, dass das Leben als Popstar und vor so vielen Menschen nicht selbstverständlich sei. „Vor zehn Jahren habe ich auch auf Bühnen gestanden – allerdings haben nur meine Eltern zugehört ...“ Nach dem Konzert verriet er uns außerdem das Geheimnis seiner besonderen Beziehung zur Mainmetropole: „Die Chemie mit dem Publikum passt hier einfach. Außerdem mag ich die Stadt mit der tollen Skyline und die Regionalküche.“ Fans dürfen sich das Jahr 2027 schon einmal vormerken: Dann ist wieder eine Tour geplant mit Stopp in Frankfurt.
Patrick & Dennis Hausmann
Alles hat einen Anfang ..
nur die Wurst hat zwei: Der Weißwurstäquator verläuft ganz offiziell über den Lohrberg – zumindest während der Weißwurstparty in der Lohrbergschenke. Der Start des Frankfurter Oktoberfests am 9. September wirft jedenfalls schon seinen Schatten voraus und was passt zum Aufgalopp besser als ein Konzert der Frankfurter Oktoberfest Band und das bayerische Nationalheiligtum Weißwurst? Das dachten sich auch die „Hausmänner“ Patrick & Dennis und stimmten mit frisch zubereiteten, dampfenden Exemplaren schon einmal fröhlich ein.
Für FRIZZ Das Magazin waren unterwegs: Michael Faust & Gaetano Rizzo
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