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Timon Gremmels (SPD)
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Bastian Bergerhoff (Grüne) & Britta Helfrich (CSD Frankfurt e.V.)
Frankfurt ist (und bleibt) bunt
Der in gewissen Kreisen gerne als Spaßveranstaltung abgetane Christopher Street Day fand auch in diesem Jahr wieder in gewohnt buntem Rahmen, aber mit klarer politischer Botschaft im Herzen Frankfurts statt. Das diesjährige Motto „Demokratie braucht keine Alternative“ ließ keine Zweifel, in welchem politischen Spektrum die Mehrzahl der ungefähr 17.000 Teilnehmer:innen der Demonstration die größte Gefahr für ein gleichberechtigtes, friedliches und sicheres Leben sehen, darunter auch der Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne), der betonte: „Das Motto spricht mir aus dem Herzen!“ Wie unsicher es für queere Menschen bereits ist, zeigte sich in der Nacht davor bei zwei tätlichen Angriffen, einer davon mit einer Glasflasche und Verletzungen des Opfers im Gesicht. Genau daran knüpfte auch Timon Gremmels (SPD), hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, in seiner Rede an: „Demokratie bedeutet nicht die Herrschaft der Mehrheit, sondern auch Minderheitenschutz. Es ist nämlich noch nicht vollbracht: Wir haben viermal mehr queerfeindliche Straftaten als 2022.“
© Eintracht Frankfurt
Adi Hütter mit seinem Trainerteam, Alex Meier (2 .v. li.) & Klaus Schmidt (re.)
They never come back
… mag für Boxer zutreffen, aber für Fußballtrainer? Nach der eher bescheiden verlaufenen Saison 2025/26 war trotz der Championsleague-Teilnahme Katerstimmung im Stadtwald angesagt. Trotz großer Ambitionen und des teuersten Kaders in der Vereinsgeschichte kam gerade mal ein 8. Platz heraus – zu wenig, dachten sich anscheinend nicht nur die Fans, sondern auch die Verantwortlichen um Sportvorstand Markus Krösche und begannen noch vor der Kaderkomplettsanierung mit dem Posten des Cheftrainers. So soll es in der neuen Saison ein alter Bekannter richten: Adi Hütter. Der geschätzte, aber nach dem schwierigen Abgang 2021 zu Mönchengladbach etwas umstrittene Hauptübungsleiter schaffte es immerhin wieder schnell, die Herzen der Fans für sich zu gewinnen, wie die „Adi, Adi!-Sprechchöre“ bei den ersten beiden öffentlichen Trainingseinheiten belegten – von einem „Gänsehautmoment“ sprach der gefeierte anschließend. Dann hoffen wir zukünftig auf viele weitere solche Momente.
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Asma Asadizadeh, Charlotte Höflich & Hyunsoo Auo
Die Bretter, die die Welt bedeuten
Sommerzeit – Theaterzeit: Das Frankfurter Mainufer hat eine ganze Menge zu bieten. So gehört die „Comoedia Mundi“ seit knapp vier Jahrzehnten – wenn auch nicht immer am selben Standort – fest zum Kulturangebot. Das kleine Ensemble mit Gastronomie und natürlich einem kleinen Zirkuszelt gehört im Sommer einfach zum Stadtbild rund um das Museumsufer. Aber wie praktisch alle freie Kulturprojekte leidet auch die „Comoedia Mundi“ unter chronischen Finanzierungsdefiziten. Nur 40 % der Jahreskosten kommen aus Fördertöpfen. Der Rest muss vom Theaterchef Fabian Schwarz und seinem Team über Theatereinnahmen, Gastronomie und Vermietungen erwirtschaftet werden. Klar, dass das extrem heiße Wetter nicht unbedingt förderlich ist, die Besucher:innen in ein Zelt zu locken. Dank der Wasserberieselung bleibt es drinnen aber erstaunlich kühl, auf jeden Fall kühler als draußen – zumindest bis es mit „Atlas“ losgeht. Das Stück spielt in einer Abflughalle. Dort treffen drei verschiedene Charaktere, die von ihren schweren Schicksalsschlägen berichten, aufeinander und finden am Ende zusammen. Den Abschluss in der Mainmetropole macht übrigens am 2. August ein Konzert von Loes Snijders mit dem passenden Namen „Au revoir Francfort“ – aber hoffentlich nur bis zum nächsten Jahr.
Für FRIZZ Das Magazin war unterwegs: Michael Faust
Kontakt zur Inside-Redaktion: faust@frizz-frankfurt.de