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Am 22. April wird das neue Terminal feierlich eröffnet, die Inbetriebnahme erfolgt tags darauf. In einem der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas ist ein hochmodernes Terminal entstanden – ein Meilenstein für den Luftverkehr.
Redaktion: Heidi Zehentner
Im Süden des Frankfurter Flughafens wurde eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas realisiert: Terminal 3. Auf dem Gelände der ehemaligen US-Militärbasis entstand ein hochmodernes, modular geplantes Terminal, das den Flughafen fit für die kommenden Jahrzehnte machen soll. Im Vollausbau können hier bis zu 25 Millionen Menschen pro Jahr reisen. Bereits mit den ersten drei Flugsteigen wird eine Kapazität von rund 19 Millionen Passagieren erreicht. Architektonisch setzt Terminal 3 auf Großzügigkeit, Transparenz und zeitgemäße Funktionalität, große Glasflächen sorgen für viel Tageslicht. Durch energieeffiziente Bauweise und moderne Gebäudetechnik benötigt das Terminal deutlich weniger Heizenergie als herkömmliche Flughafenbauten. Ein Highlight bildet der futuristisch gestaltete Marktplatz im Zentrum. Auf rund 6.000 Quadratmetern entsteht ein urbaner Raum aus Shops und Gastronomie. Familien profitieren von Spielbereichen, Geschäftsreisende von Arbeitsstationen. Mit der Inbetriebnahme ziehen zunächst alle 57 Airlines aus Terminal 2 in den Neubau. Terminal 2 wird anschließend modernisiert und künftig als Ergänzung dienen. Die Gesamtkosten für den Bau des Terminals 3 inklusive neuer Sky Line-Bahn belaufen sich auf rund 4 Milliarden Euro. Das Terminal 3-Eröffnungsfest am 11. und 12. April ist leider schon ausverkauft.
Andreas Mehring: Fraport-Sprecher Terminal 3
Der Terminal 3 wird am 22. April eröffnet. Inwiefern wird sich die nationale wie internationale Bedeutung des Flughafens Frankfurt dadurch verändern?
Das Terminal 3 ist ein bedeutender Meilenstein für den Flughafen Frankfurt. Es stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit als internationales Drehkreuz und ermöglicht es uns, auch in Zukunft die hohe Nachfrage nach Flugreisen zu bedienen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Flughafens Frankfurt als Tor zur Welt für Deutschland.
Warum war die Realisierung des Terminals 3 unabdingbar und wie lange dauerten die Baumaßnahmen?
Bereits während der Planungsphase des Terminals 3 haben die Passagierprognosen gezeigt, dass das Passagierwachstum des Flughafens Frankfurt langfristig nicht mit den bestehenden Terminals 1 und 2 abzubilden ist. Als wir in unserem Rekordjahr 2019 über 70 Millionen Passagiere bei uns begrüßen durften, hat sich dies vor allem an den für den Passagier relevanten Prozessstellen gezeigt. Um zum einen den Reisekomfort für die bestehenden Terminals auf einem hohen Niveau zu halten und zum anderen weiteres Wachstum zu ermöglichen, war der Bau des Terminals 3 ein zentrales Element für Fraport und damit für den Flughafen Frankfurt. Die Bauzeit betrug rund zehn Jahre (Spatenstich 2015, bauliche Fertigstellung 2025).
Welchen konkreten Nutzen bringt Terminal 3 für Passagiere und Airlines?
Das Terminal 3 besticht mit der Kombination aus zeitloser Architektur, kurzen Wegen und mordernster Technologie. Davon profitieren sowohl die Passagiere als auch die Airlines. Es beginnt bereits für den Passagier bei der Anreise mit der neuen Sky Line-Bahn. Die Bahn fährt vollautomatisch und bringt Passagiere in bis zu acht Minuten von Terminal 1 zum Terminal 3. Auch beim Check-in erwartet die Passagiere ein komfortables Angebot. Insgesamt 112 Check-in-Counter können die Passagiere nutzen. Davon sind 56 Fast Bag Drops, bei denen der Passagier sein Gepäck selbstständig bei einem Automaten aufgeben kann, und 56 hybride Schalter. Bei hybriden Schaltern können Airlines entweder Personal am Check-in einsetzen oder den Schalter kurzfristig auch als Automaten nutzen. In der Sicherheitskontrolle nutzen die Testpassagiere eine von insgesamt 19 Spuren, die alle mit CT-Scannern ausgestattet sind. Dabei müssen Fluggäste keine elektronischen Geräte mehr aus ihrem Handgepäck herausholen. Das verkürzt die Wartezeiten und erhöht den Komfort. Airlines profitieren von einem State-of-the-Art-Terminal mit effektiven Prozessketten bei gleichzeitig hoher Aufenthaltsqualität. Es entstehen zudem zusätzliche Kapazität und Flexibilität, wir entzerren Verkehre auf dem Vorfeld und sorgen damit auch für einen pünktlicheren Betrieb.
Wie lange dauert die Renovierung des Terminals 2?
Mit Abschluss des Umzugs aller Airlines aus dem Terminal 2 in das Terminal 3 wird das Terminal 2 für die technische Modernisierung vorbereitet. Dafür ist eine detaillierte Planung erforderlich, die voraussichtlich bis 2028/29 andauern wird. Nach Abschluss der Vergaben rechnet Fraport mit einem Baustart voraussichtlich 2030/31. Die Fertigstellung ist für 2034/35 geplant. Ein Hinweis: Während der gesamten Bauzeit werden Teilbereiche des Terminals 2 weiter genutzt. Dazu zählen beispielsweise das Parkhaus oder auch die Gepäckförderanlage.
Welches ist ihr persönliches Highlight des Terminals 3?
Die Tropfendecke im zentralen Marktplatz. Bereits der Bau war eindrucksvoll, aber das Endergebnis zu sehen ist immer wieder aufs Neue ein Erlebnis.
T3 Opening x MOMEM
>> 11. + 12.4., MOMEM ClubArea, Flughafen Frankfurt, 10-18 Uhr, momem.org
Wenn sich im April die Türen zu einem neuen Kapitel internationaler Mobilität öffnen, darf der passende Soundtrack nicht fehlen. Das MOMEM verwandelt eine der spektakulärsten Flächen des Terminals in eine temporäre Club Area. Terminal 3 wird zur Bühne, die elektronische Musik aus vier Jahrzehnten vereint.