© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel
Mit der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beginnt für Frankfurt eine neue politische Etappe – und zugleich ein Wechsel an einer zentralen Stelle der Stadtpolitik.
Die Stadt hat mit Claudia Korenke eine neue Stadtverordnetenvorsteherin und damit ihre „Erste Bürgerin“ gewählt. In einer Sitzung, die von Aufbruchsstimmung und dem Anspruch an einen respektvollen demokratischen Austausch geprägt war, erhielt die CDU-Politikerin eine klare Mehrheit. Mit ihr übernimmt eine erfahrene Kommunalpolitikerin das Amt, die bereits als stellvertretende Vorsteherin tätig war und mit den Abläufen des Parlaments bestens vertraut ist. Oberbürgermeister Mike Josef nutzte den Auftakt, um die Bedeutung von Dialog und politischer Kultur zu betonen. Demokratie, so Josef, lebe vom konstruktiven Streit und davon, einander zuzuhören, auch wenn Positionen unterschiedlich seien. Dieser Anspruch bildet die Grundlage für die Arbeit der kommenden fünf Jahre. Claudia Korenke bringt neben politischer Erfahrung auch ein breites berufliches und gesellschaftliches Engagement mit. Die gelernte Redakteurin und PR-Fachfrau war in verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen tätig und engagierte sich unter anderem in der deutsch-israelischen Zusammenarbeit. Für ihr Wirken wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In ihrer Antrittsrede unterstrich Korenke, dass sie das Amt ausdrücklich überparteilich ausüben möchte. Sie verstehe sich als Vorsteherin aller Stadtverordneten – unabhängig von Fraktion oder politischer Ausrichtung. Gleichzeitig würdigte sie ihre Vorgänger:innen und kündigte an, an deren offene und internationale Perspektive anzuknüpfen. Mit ihrer Wahl steht nun eine Persönlichkeit an der Spitze des Parlaments, die für Erfahrung, Verlässlichkeit und Dialogbereitschaft steht. Damit setzt Frankfurt ein Zeichen für eine politische Kultur, die klare Positionen mit Respekt und Offenheit verbindet – und schafft zugleich die Grundlage für eine neue Wahlperiode, in der es um zentrale Zukunftsfragen der Stadt gehen wird.