Die enge Verbindung zwischen elektronischer Musik und der LSBTIQ*-Community reicht weit zurück. Seit den 1990er Jahren haben sich insbesondere in Clubs diskriminierungsarme Freiräume entwickelt – auch im Herzen der Frankfurter Innenstadt. Diese Orte ermöglichten queeren Menschen Sichtbarkeit, Selbstentfaltung und kulturelle Mitgestaltung. Ohne elektronische Musik hätte sich die Community womöglich nicht zu der starken gesellschaftlichen Kraft entwickelt, die sie heute ist – und umgekehrt. Um diese besondere Beziehung zu würdigen, lädt das MOMEM – Museum of Modern Electronic Music gemeinsam mit Stilikone und Gründer der Frankfurt Art Experience Tyrown Vincent zur digitalen Führung „Queer und elektronisch!“ ein. Tyrown Vincent, seit Ende der 1970er Jahre eine prägende Figur der queeren Frankfurter Szene, hat als Veranstalter das Frankfurter Nachtleben über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet. Mit seinem persönlichen Zugang führt er durch die Geschichte queerer Clubkultur – direkt von den Originalschauplätzen in der Innenstadt bis hin ins MOMEM. „Queer und elektronisch!“ ist mehr als eine Stadtführung – es ist eine digitale Zeitreise durch eine queere Subkultur, die Frankfurt geprägt hat und bis heute prägt.
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