Die Tarifverhandlungen zwischen der CineStar-Gruppe und ver.di sind auch in der zweiten Runde ohne Annäherung geblieben. ver.di fordert einen Einstiegslohn von 15,80 Euro pro Stunde – rund 21,5 Prozent mehr als 2025 – sowie eine um 76 Prozent erhöhte Sonderzahlung. CineStar hält dies angesichts der Lage der Kinobranche für nicht umsetzbar und bietet 13,95 Euro pro Stunde plus Zuschläge, ein Plus von etwa 7,3 Prozent. Laut Geschäftsführung lag der durchschnittliche Stundenverdienst der Servicekräfte im Vorjahr inklusive Zuschlägen bei 16,90 Euro, Leitungspositionen knapp unter 20 Euro. Viele Beschäftigte seien in befristeten Nebentätigkeiten tätig. Das Unternehmen warnt, deutlich höhere Löhne könnten zu Schließungen wirtschaftlich schwacher Standorte führen – mit Folgen für Arbeitsplätze und kulturelle Angebote. CineStar appelliert an ver.di, das Angebot vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu prüfen. Bundesweit betreibt das Unternehmen 44 Kinos.