Deutschlands MMA-Elite trifft auf internationale Topstars: OKTAGON 94 bringt am 26. September rund 60.000 Fans in den Frankfurter Deutsche Bank Park. Im Fokus stehen spektakuläre Duelle und große Namen.
Redaktion: Heidi Zehentner
>> 26.9., Deutsche Bank Park, Frankfurt, 17 Uhr, oktagonmma.com/de
Ein Duell, mit dem kaum jemand gerechnet hätte: Der ungeschlagene Shootingstar Frédéric Vosgröne (5-0) trifft bei OKTAGON 94 auf die tschechische MMA-Legende Karlos Vémola (38-9). Der Kampf im Catchweight bis 89 Kilogramm ist Teil der OKTAGON Celebrity Series und findet am 26. September 2026 vor rund 60.000 Zuschauer:innen im Deutsche Bank Park in Frankfurt statt.
Die Veranstaltung bildet den deutschen Höhepunkt der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen von OKTAGON und zählt schon jetzt zu den größten MMA-Events Europas.
Vosgröne entwickelte sich nach seinem Debüt im April 2025 innerhalb kürzester Zeit zu einem Publikumsliebling. Der frühere erfolgreiche Grappler wechselte nach zahlreichen Erfolgen im Brazilian Jiu-Jitsu ins MMA und gewann bislang alle fünf Profikämpfe vorzeitig. Kein Gegner schaffte es gegen ihn über die zweite Runde hinaus. Mit Karlos Vémola wartet nun jedoch die bislang größte Herausforderung seiner Karriere.
Der ehemalige OKTAGON-Champion im Mittel- und Halbschwergewicht zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der europäischen MMA-Geschichte und gehört seit Jahren zu den Gesichtern der Organisation. Nach seinem Triumph im legendären Trilogie-Kampf gegen Attila Végh bei OKTAGON 72 kehrt „The Terminator“ nun für einen weiteren großen Auftritt in den Käfig zurück.
Vom Talent zum Veteranen: Max Coga
Neben dem prestigeträchtigen Duell zwischen Vosgröne und Vémola richtet sich der Blick der deutschen Fans auch auf einen Kämpfer, der den heimischen MMA-Sport seit Jahren maßgeblich prägt: Max Coga. Der Frankfurter gehört zu jener Generation von Athleten, die den Sport in Deutschland etablierten, lange bevor große Stadionveranstaltungen Realität wurden.
Auch Max Coga steht bei OKTAGON 94 besonders im Fokus. Der Frankfurter zählt seit Jahren zu den prägenden Gesichtern des deutschen MMA und hat sich vom offensiven Talent zum erfahrenen Veteranen entwickelt. Dank internationaler Top-Kämpfe und großer Erfahrung überzeugt er heute vor allem durch Kampfintelligenz und taktische Reife. Das Duell gegen Christian Jungwirth wird damit auch zum Heimspiel für einen Athleten, der den Sport in Deutschland maßgeblich mitgeprägt hat.
Vor diesem Hintergrund erhält sein Kampf gegen Christian Jungwirth bei OKTAGON 94 zusätzliche Bedeutung. Für Coga ist es nicht nur ein sportlich hochinteressantes Duell, sondern auch ein Heimspiel vor einer historischen Kulisse. Im Deutsche Bank Park kann der Frankfurter einmal mehr beweisen, warum er seit Jahren zur Spitzengruppe des deutschen MMA gehört. „Für mich ist MMA pure Faszination: Jeder Kampf ist ein Rätsel mit ständig neuen Herausforderungen. Erfolg kommt durch Anpassung, Mut und Lösungen finden – genau wie im echten Leben.“
Auch das übrige Programm verspricht hochklassige Duelle: Nachwuchshoffnung Fedor Duric bekommt es mit UFC-Veteran Marc Diakiese zu tun, während Deutschlands MMA-Star Christian Eckerlin ebenfalls vor heimischem Publikum antreten wird.
Mit einer Mischung aus etablierten Legenden, aufstrebenden Talenten und lokalen Publikumslieblingen verspricht OKTAGON 94 ein Event der Superlative. Vor allem das überraschende Duell zwischen Frédéric Vosgröne und Karlos Vémola steht sinnbildlich für den Abend: die Zukunft trifft auf die Vergangenheit, Newcomer auf Legende. Genau diese Geschichten machen große Kampfsportmomente aus.
© hr/Marc Nordbruch
MMA-Serie in der ARD Mediathek: Fight House
Mixed Martial Arts – kurz MMA – boomt weltweit, auch in Deutschland. Die dreiteilige Dokuserie „Fight House“ begleitet drei Brüder aus dem Rhein-Main-Gebiet, die vom großen Durchbruch im MMA träumen.
Im Zentrum der Serie steht Piter, 24 Jahre alt, aufgewachsen in Hanau. Er trainiert für seinen ersten MMA-Kampf, sein Debüt im Käfig. Ultimate-Fighting-Championship-(UFC)-Stars, Fitness-Content und Social Media prägen die Szene – und den Traum vieler junger Menschen, es mit dem Sport nach oben zu schaffen. Piter bringt Talent mit. Sein Coach Chris, selbst Black Belt im Brazilian Jiu-Jitsu, glaubt fest an ihn. Doch MMA verlangt absolute Disziplin – und daran scheitert Piter immer wieder.
Denn der eigentliche Kampf beginnt außerhalb des Oktagons. Piter wächst zwischen Gewalt und Kriminalität auf. Seine Brüder Rob und David haben sich – auch mithilfe des Sports – ein stabiles Leben aufbauen können. Piter aber kämpft vor allem gegen sich selbst. Er ist vorbestraft, gerade auf Bewährung, Briefe von der Staatsanwaltschaft gehören zu seinem Alltag. Hinzu kommt: Piter ist stark traumatisiert. Er hat den rassistischen Anschlag von Hanau im Februar 2020 überlebt. Sechs seiner Freunde wurden getötet. Für Piter ist der Sport auch eine Möglichkeit, Halt und Stabilität zu finden.
„Fight House“ begleitet neben Piter auch seine Brüder Rob und David sowie MMA-Kämpfer Moritz, die alle im selben Gym in Stockstadt trainieren. Während Rob und David kurz vor ihrem Einstieg ins MMA-Profigeschäft stehen, hat Moritz das schon geschafft: Sein ganzes Leben ist auf Leistung und Training ausgerichtet. „Fight House“ erzählt von jungen Sportlern, die im Gym Halt finden, vom Traum, es in die UFC zu schaffen, und von der Hoffnung, durch den Sport ein besseres Leben zu führen.