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Die Hauptuntersuchung gehört zu den Terminen, die im Alltag gern nach hinten rutschen. Gerade in Frankfurt, wo viele Wege mit Arbeit, Pendeln, Parken und Stadtverkehr verbunden sind, wird der HU-Termin oft erst dann Thema, wenn die Plakette am hinteren Kennzeichen bereits kritisch aussieht. Dabei lässt sich die Untersuchung recht gut planen, wenn Fristen, Prüfstellen und Kosten vorher klar sind. Wichtig ist vor allem, die HU nicht als reine Formsache zu betrachten. Geprüft wird, ob das Fahrzeug verkehrssicher ist und die geltenden Umweltvorgaben erfüllt.
Wann ist die nächste HU fällig?
Für die meisten Pkw gilt ein einfacher Rhythmus. Neuwagen müssen erstmals nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung, danach alle zwei Jahre. Der genaue Monat steht auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen und in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Die Zahl in der Mitte der Plakette zeigt das Jahr, die oben stehende Zahl den Monat der Fälligkeit.
Wer beispielsweise eine Plakette mit „05“ oben und „26“ in der Mitte hat, muss das Fahrzeug bis Ende Mai 2026 vorführen. Entscheidend ist nicht der Tag der Erstzulassung, sondern der angegebene Monat. Für Wohnmobile, Anhänger, Motorräder oder gewerblich genutzte Fahrzeuge können andere Fristen gelten. Deshalb lohnt sich bei Sonderfahrzeugen ein Blick in die Fahrzeugpapiere oder eine kurze Nachfrage bei der Prüfstelle.
Wo kann die HU in Frankfurt durchgeführt werden?
In Frankfurt gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Hauptuntersuchung durchführen zu lassen. Klassisch sind technische Prüfstellen wie TÜV, DEKRA, KÜS oder GTÜ. Daneben bieten viele Kfz-Werkstätten HU-Termine an, bei denen ein amtlich anerkannter Prüfer zu festen Zeiten vor Ort ist. Das kann praktisch sein, wenn kleinere Mängel direkt geprüft oder anschließend behoben werden sollen.
Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist eine rechtzeitige Terminbuchung sinnvoll, besonders zum Monatsende. Dann fällt vielen erst auf, dass die Plakette abläuft. Wer eine HU in Frankfurt plant, sollte daher nicht nur nach dem nächsten freien Termin schauen, sondern auch prüfen, ob eine Abgasuntersuchung direkt mitgemacht wird, welche Unterlagen benötigt werden und ob die Prüfstelle für das eigene Fahrzeug geeignet ist.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Für die Hauptuntersuchung wird in der Regel die Zulassungsbescheinigung Teil I benötigt, früher Fahrzeugschein genannt. Bei nachgerüsteten oder eingetragenen Bauteilen können zusätzliche Nachweise wichtig sein. Das betrifft zum Beispiel Felgen, Fahrwerksänderungen, Anhängerkupplungen, bestimmte Tuningteile oder Gasanlagen. Liegen Unterlagen nicht vor, kann das die Untersuchung verzögern oder zu Rückfragen führen.
Sinnvoll ist außerdem, vor dem Termin die wichtigsten Dinge am Fahrzeug selbst zu kontrollieren. Dazu gehören Licht, Blinker, Bremslichter, Reifenprofil, Scheibenwischer, Hupe, Kennzeichenbeleuchtung und Warndreieck. Auch ein Blick auf Warnleuchten im Cockpit ist wichtig. Leuchtet eine relevante Kontrolllampe dauerhaft, sollte die Ursache vor der HU geklärt werden.
Was kostet die HU in Frankfurt?
Die Kosten hängen vom Fahrzeug, vom Anbieter und davon ab, ob die Abgasuntersuchung enthalten ist. Für normale Pkw bewegen sich HU und AU zusammen häufig im Bereich von etwa 150 bis 170 Euro. TÜV Hessen nennt für Pkw inklusive AU ab 1. Januar 2026 beispielsweise 166 Euro. Andere Anbieter können leicht abweichen, auch je nach Bundesland, Fahrzeugart oder Prüfkonstellation.
Zusätzliche Kosten entstehen, wenn erhebliche Mängel festgestellt werden und eine Nachprüfung notwendig wird. Die Nachuntersuchung ist günstiger als eine komplette neue HU, muss aber innerhalb der vorgesehenen Frist erfolgen. Wird diese Frist verpasst, kann eine vollständige neue Untersuchung nötig werden. Deshalb ist es ratsam, Mängel zeitnah beheben zu lassen und den Nachprüfungstermin nicht aufzuschieben.
Was passiert bei Mängeln?
Die Hauptuntersuchung endet nicht immer automatisch mit einer neuen Plakette. Der Prüfbericht unterscheidet zwischen verschiedenen Mängelklassen. Geringe Mängel sollten behoben werden, verhindern aber nicht immer die Plakette. Erhebliche Mängel müssen repariert werden, bevor die Plakette erteilt wird. Dazu können defekte Bremsen, abgefahrene Reifen, ausgeschlagene Fahrwerksteile oder relevante Beleuchtungsfehler gehören.
Bei gefährlichen Mängeln kann die Weiterfahrt eingeschränkt werden. In extremen Fällen darf ein Fahrzeug nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden. Das klingt drastisch, ist aber nachvollziehbar, wenn die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wäre. Der Prüfbericht zeigt genau, welche Punkte beanstandet wurden. Mit diesem Bericht kann eine Werkstatt gezielt arbeiten.
Darf die HU überzogen werden?
Die HU sollte grundsätzlich im angegebenen Monat erledigt werden. Wer den Termin verpasst, fährt nicht automatisch am nächsten Tag mit einem Bußgeldrisiko in jeder Situation, aber das Überziehen bleibt problematisch. Bei Verkehrskontrollen kann ein abgelaufener Termin auffallen. Je länger die Überziehung dauert, desto eher drohen Bußgelder und zusätzliche Konsequenzen.
Außerdem kann die Prüfstelle bei längerer Überziehung eine erweiterte Untersuchung durchführen, was den Termin teurer machen kann. Noch wichtiger ist der Versicherungsgedanke: Kommt es mit einem Fahrzeug in schlechtem technischem Zustand zu einem Unfall, können Diskussionen entstehen, wenn die HU deutlich überfällig war. Deshalb ist es praktischer, den Termin nicht auszureizen.
Wie lässt sich der Termin gut vorbereiten?
Eine gute Vorbereitung spart Zeit und manchmal auch Geld. Vor dem HU-Termin sollte das Fahrzeug nicht nur außen gewaschen sein, sondern auch technisch in einem ordentlichen Zustand erscheinen. Reifen sollten ausreichend Profil haben und keine sichtbaren Schäden zeigen. Flüssigkeitsstände, Scheibenwaschanlage und Beleuchtung lassen sich schnell kontrollieren. Auch lose Gegenstände im Fahrzeug oder ein unzugänglicher Kofferraum können unnötig stören, wenn dort Warndreieck oder Verbandskasten liegen.
Wer ohnehin eine Inspektion plant, kann diese vor die HU legen. Werkstätten erkennen typische Mängel oft frühzeitig. Das verhindert zwar keine offizielle Prüfung, senkt aber das Risiko einer Nachuntersuchung. Abschließend bleibt die HU in Frankfurt vor allem dann gut planbar, wenn Frist, Unterlagen und Fahrzeugzustand rechtzeitig geprüft werden. So lassen sich unnötige Nachtermine vermeiden und die neue Plakette wird nicht erst kurz vor Ablauf zum Stressfaktor.