Deftig, modern, gemütlich. Direkt am Südbahnhof serviert das „Zum Sachs“ deftige Hessenküche, ehrliche Klassiker und herzliche Gastlichkeit.
Mit „Zum Sachs“ hat Sachsenhausen eine neue Adresse für ehrliche Frankfurter Küche. Betreiber Oliver Ullmann – aus dem Brückenviertel seit vielen Jahren als Betreiber der „Atschel“ bekannt – hat direkt am Südbahnhof eine modernisierte Dependance eröffnet. Das Konzept: klassische hessische Küche ohne Folklore-Kitsch, dafür mit viel Herz, unkompliziertem Service, Zutaten von regionalen Höfen und Metzgereien sowie einem großzügigen, modern-klassischen Gastraum. Auf der Karte stehen Handkäs (4,50 €), Grie Soß (ab 3,50 €), Schnitzelvariationen (ab 18,50 €), Rippchen (14,50 €) und deftige Wirtshausgerichte – genau das Richtige für lange Fußballabende bei Apfelwein und Bier, denn „Zum Sachs“ zeigt die gängigen Ligen. Wir probieren das Schnitzel Wiener Art – eine wahrlich üppige Portion mit saftigem Fleisch und kräftigem Geschmack. Handwerklich gibt es kleine Schwächen: Die Panade löst sich stellenweise vom Fleisch. Geschmacklich überzeugt das Schnitzel dennoch auf ganzer Linie. Die grüne Soße zeigt sich frisch und aromatisch mit genau jener Kräuterfrische, die man sich in Frankfurt immer wünscht. Auch Omas Wurstsalat machte Freude: gute Lyoner vom Landmetzger, begleitet von einem grünen Salatbouquet. Hier hätte das Verhältnis von grünem und Wurstsalat etwas stärker zu Letzterem hin ausfallen dürfen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wir kommen jedenfalls wieder – spätestens zum Fußballschauen. Denn das vielversprechende Attila-Schnitzel im „Adler-Cut“ müssen wir noch testen.
Jürgen Mai
Essen: 5/6
Service: 5/6
Ambiente: 5/6
Zum Sachs
Stegstraße 84 (Sachsenhausen), zumsachs.de
Di-So 17-23.30 Uhr
Barrierefrei