Eingespielt: Gastronomisch Reise durch Asien, die Spaß macht: Breite Karte, starkes Sushi und ein Service, der schon sitzt.
Die Karte des kürzlich eröffneten LAMLAM reicht von vietnamesischen Klassikern über Ramen und Curry bis zum selbstbewusst angekündigten „Finest Sushi“. Bei den Gỏi Cuốn (7,50 €) mit Reisnudeln, Gemüse, Kräutern, Garnelen und Schweinefleisch sind die sichtbaren Garnelen fest und saftig, das Schweinefleisch bleibt geschmacklich dagegen fast unsichtbar. Mehr Charakter haben die hausgemachten Gyoza (6,50 €) mit Garnelen, Rindfleisch, Spitzkohl und Ingwer: innen saftig und würzig, außen allerdings uneinheitlich. Zwei der vier Stücke sind sehr dunkel und fast keksartig knusprig. Die Phở Bò Tái Lăn (16,90 €) bringt zartes, schmackhaftes Rindfleisch und viele breite Reisnudeln in einer milden, dunklen Brühe. Von Röstaromen des laut Karte medium gebratenen Fleisches sowie Zimt oder Sternanis ist wenig zu merken. Am stärksten ist die Salmon-Lovers-Platte (22,50 €): weicher, angenehm temperierter Lachs, körnig-lockerer Reis und eher mehr Füllung als Reis. Für 15 Stück, davon sechs einfache Maki, wirkt die Portion dennoch etwas knapp. Beim gebackenen Vanilleeis (6,90 €) überzeugt die warme, goldbraune und knusprige Hülle mehr als das sehr süße, auffällig gelbe Eis mit künstlich wirkendem Vanillegeschmack. Der Service ist freundlich, aufmerksam und so gut organisiert, dass selbst mehrfach entschuldigte Verzögerungen für uns kaum wahrnehmbar sind. Die geschützte Terrasse nimmt viel vom Trubel der Berger Straße. Innen fällt vor allem die üppig mit Blumen und Grün dekorierte Decke auf.
Gaetano Rizzo
Essen: 5/6
Service: 6/6
Ambiente: 4/6
LAMLAM Restaurant
Berger Straße 65 (Nordend)
(069) 8720 7375, lamlam-restaurant.de
Mo-Di 11.30-22.30, Do 17.30-22.30, Fr 11.30-23, Sa 12-23, So 12-22.30 Uhr
Nicht barrierefrei