Seit 20 Jahren gibt es im etwas abseits gelegenen Persia die gleichnamige Küche. Dank des routinierten Aromenspiels lohnt der Umweg.
Wir nehmen im kleinen Gastraum Platz und starten gleich mit den Hauptspeisen Tcschelo Esfenadi, gebratener Spinat mit frischen Champignons, Peperoni, weißen Bohnen in einer leicht würzigen Sahnesoße, serviert mit Basmati-Safranreis (17,90 €) und Fessendjan, neun Stunden mit niedriger Temperatur gekochte, gemahlene Walnuss-Granatapfel-Soße mit Hähnchen, dazu Basmati-Safranreis (22,90 €). Das Hähnchen ist zart, könnte aber etwas saftiger sein. Die gehaltvolle, etwas dumpfe Soße bekommt mit dem beim freundlichen Service dazu bestellten Mast o Khiar, erfrischender Joghurt mit Gurken und Minze (4,90 €), einen gern gesehenen frischen Twist. Keinen Anlass zur Kritik bietet das zweite Gericht: Der Spinat und die Hülsenfrüchte kommen mit säuerlichem Sumach richtig auf Touren. Das sehr süße Dessert Halwa, Weizenbrei, verfeinert mit Kardamom und Kandiszucker (6,90 €), dürfte nicht jedermanns – oder jederfraus – Fall sein: Die Konsistenz des Klassikers ist pastenähnlich und der malzige Geschmack in Verbindung mit Rosenwasser und Kardamom dürfte polarisieren. Uns hat die süße Sünde – gerade mit einem schwarzen Tee – ausgezeichnet geschmeckt.
Essen: 4/6
Service: 5/6
Ambiente: 4/6
Persia
Esslinger Straße 11 (Gutleut)
(069) 24 24 86 90,
Mo-So 12-23 Uhr
Nicht barrierefrei