Dach der Welt. Stark gewürzt: Das Kulayan setzt voll auf den Einsatz von Gewürzen und Kräutern. Für Einsteiger:innen nur bedingt geeignet.
Die nepalesische Küche ist zwar stark von der indischen beeinflusst. Die jahrhundertelangen Einflüsse von anderen Gebieten wie Tibet und China haben aber ebenfalls deutliche Spuren hinterlassen. Das bemerken wir beim Chicken Sekuwa, mit Koriandersamen und Chiliflocken mariniertes, gegrilltes Hähnchen (8,50 €), noch nicht ganz so stark. Die Marinade geizt nicht mit Geschmack. Neben den Gewürzen ist auch das Grillaroma deutlich zu spüren – nur das Fleisch hätte eine Spur saftiger sein können. Beim Chicken Jhol Momo, gedämpfte Teigtaschen mit Füllung in einer duftenden Tomaten-Sesam Suppe (15 €), ist der chinesische Einfluss deutlicher zu spüren, aber auch hier gilt: Aromen und Salzigkeit bis zur Obergrenze sind Trumpf. Das vegetarische Saag Paneer, Gevy (Curry) mit Gewürzen und Kräutern wie Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Ingwer-Knoblauch-Paste auf Zwiebel-Tomaten-Basis, Spinat und hausgemachtem Käse, Cashew, Sahne (15,50 €), steht dem kaum in etwas nach.
Michael Faust
Essen 5/6
Service 6/6
Ambiente 5/6
Kulayan
Europa-Allee 121 (Europaviertel)
(069) 95 02 10 53, kulayan.de
Mo-Sa 12-11, So 10.30-11 Uhr
Nicht barrierefrei