Opulenz! Großes Kino: Das Dayana verzaubert die Gaumen. Wer sich nur ein klein wenig für die persische Küche erwärmen kann, ist hier goldrichtig.
Wir betreten das kellerartige Restaurant und werden zügig vom freundlichen Service zu unserem Platz gebracht. Nach einem ausgiebigen Blick in die umfangreiche Karte entscheiden wird uns für den ungefähr 2.500 Jahre alten Klassiker Dizi, Lammfleischeintopf mit Kichererbsen, weißen und roten Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln und persischen Gewürzen, serviert mit Brot, Torshi (eingelegtes Gemüse), Borani (Joghurt, gegrillte Auberginen, wildem Knoblauch) sowie Zeyton-Parvardeh (Oliven in einer Kräuter-Granatapfelsoße eingelegt mit Walnüssen) (24 €). Genauso opulent wie die Beschreibung entpuppt sich dann auch das in einem Tontöpfchen servierte Gericht, dessen hocharomatische Soße abgegossen und dann mit Brot wie eine Suppe genossen wird. Die Einlage wird dann zerstoßen und mit einem Fladen und Dips gegessen. Die breite, unglaublich abwechslungsreiche Aromentiefe, die alle Geschmacksrichtungen kombiniert, lässt keinerlei Wünsche offen. Auf praktisch dem gleichen hohen Niveau präsentiert sich das Sexy Chicken, mariniertes, knusprig gebratenes Stubenküken mit einer süßen Chilisoße, Kombination aus Wildpflaumen, Walnuss und Safran, serviert mit Albalo Polo (Reis mit Sauerkirschen) (19 €). Die angenehme Schärfe harmoniert prächtig mit der Süße und Fruchtigkeit. Das Dessert Faludeh, eine Mischung aus Glasnudeln mit Zitronensaft und Fruchtsirup (5 €), erinnert entfernt an das italienische Granita, allerdings mit einem ordentlichen Schuss Rosenwasser.
Michael Faust
Essen: 6/6
Service: 5/6
Ambiente: 3/6
Dayana
Mainberg 7 (Höchst)
(0176) 61 63 88 84
Mo-Fr 16-22, Sa, So 12-22Uhr
Nicht barrierefrei