Mit dem Titel „Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt“ greifen die 59. Römerberggespräche ein politisches Phänomen auf, das weit über die USA hinaus Wirkung entfaltet. International etabliert sich ein Politikstil, der bewusst mit Provokation arbeitet, rechtliche Grenzen verschiebt und demokratische Gepflogenheiten offen infrage stellt. Vulgarität, aggressive Rhetorik und die Abwertung rechtsstaatlicher Verfahren werden nicht mehr kaschiert, sondern als Ausdruck von Stärke inszeniert.
Im Zentrum der Debatte steht ein Politikverständnis, das Macht nicht länger begründet, sondern behauptet. Innen- wie außenpolitisch tritt an die Stelle von Ausgleich und Regelbindung das vermeintliche Recht des Stärkeren. Donald Trump gilt dabei als prägende Figur, die diesen Stil sichtbar gemacht und normalisiert hat. Doch er steht nicht allein: Auch andere autoritäre Akteure bedienen sich ähnlicher Muster und fördern eine Führerkultur, die republikanischen und demokratischen Grundideen widerspricht.
Die Römerberggespräche fragen nach den Ursachen und der Wirkung dieser Entwicklung. Warum finden solche Selbstinszenierungen Anklang? Welche gesellschaftlichen Brüche und Unsicherheiten begünstigen sie? Und welche politischen, kulturellen oder institutionellen Antworten sind möglich, um dem Trend zur Verrohung entgegenzutreten?
Die Veranstaltung findet am Samstag, 18. April, von 10 bis 17 Uhr im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt statt. Moderiert wird die Diskussion von den Journalistinnen Hadija Haruna-Oelker und Cécile Schortmann. Ziel ist eine fundierte Auseinandersetzung mit einer Realität, die demokratische Gesellschaften zunehmend herausfordert.
>> 18.4., Chagallsaal, Schauspiel Frankfurt, 10-17 Uhr, roemerberggespraeche-ffm.de