Foto: Ernst Stratmann
Frankfurt war einmal das Epizentrum einer Bewegung, die die Welt veränderte: Techno. Zwischen 1988 und 1998 schrieb der OMEN Club in der Junghofstraße Geschichte. Jetzt widmet das Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) diesem legendären Ort erstmals eine große Ausstellung: „OMEN Club Frankfurt 1988–1998 – New Electronic Ecstasy“.
Als das OMEN 1988 seine Türen öffnete, war die Welt im Umbruch. Wenige Monate später fiel die Berliner Mauer – ein Symbol für Freiheit und Aufbruch, das auch die Clubkultur erfasste. Im OMEN wurde der DJ zum Künstler, der Club zum Ort der Identität und Ekstase. Hier entstand ein Sound, der Frankfurt zum internationalen Motor einer globalen Bewegung machte. Nebel, Hitze, tropfende Decken – die Nächte im OMEN waren körperliche Intensität pur. Musik wurde nicht nur gehört, sondern gelebt.
Gegründet von Sven Väth, Matthias Martinsohn und Michael Münzing, war das OMEN einer der ersten Clubs weltweit, der elektronische Musik kompromisslos ins Zentrum stellte. Sets von Väth dauerten bis zu 15 Stunden, internationale Größen wie Carl Cox, Chris Liebing oder Gayle San fanden hier ein Zuhause. Die Closing-Partys 1998 gingen in die Geschichte ein: Hunderte Fans tanzten bis Montagmorgen auf der abgesperrten Straße, bevor das Gebäude abgerissen wurde.
Die Ausstellung: Ein immersiver Blick zurück
Die Ausstellung im MOMEM lässt diese Ära wieder lebendig werden. Gezeigt werden über 100 Fotografien von Ernst Stratmann und Sascha Luond – ikonische Bilder aus den wilden Nächten, seltene Filmaufnahmen von Pit Weber, die die Energie des Clubs einfangen, Original-Equipment wie Thorens-Plattenspieler und Rodec-Mischpulte, auf denen die Sets gespielt wurden, ikonische Club-Illustrationen von Stellmacher & Jensen, die einst die Wände des OMEN schmückten, sowie Flyer, Kommunikationsgrafik und private Erinnerungsstücke aus den Archiven von Gästen und Künstler:innen.
Kuratiert wird die Ausstellung von Sascha Luond, Ingo Boss, Dr. Torben Giese und Alex Azary. Ergänzt wird sie durch Interviews mit Zeitzeugen wie Frank Lorber, DJ Dag, Karlheinz Sondergeld und weiteren Protagonisten der Szene. Sie erzählen von Nächten, die mehr waren als Partys – sie waren ein Lebensgefühl.
Das Konzept geht über klassische Museumsarbeit hinaus: Auf 15 Screens und zwei Multiscreens laufen Filme, Fotos und Visuals, die den Spirit der 90er transportieren. Begleitend zur Ausstellung sind zwei Clubnächte geplant, bei denen ehemalige OMEN-Residents wie DJ Dag, Toni Rios, Pauli, Ata und Frank Lorber auflegen – ein Revival für alle, die den Sound noch einmal live erleben wollen.
Das OMEN war mehr als ein Club. Es war ein Ort der Erneuerung, ein Labor für neue Sounds, ein Symbol für Freiheit. Die Energie dieser Dekade prägt bis heute Musik, Mode und Kultur. Techno ist längst global – doch seine Wurzeln liegen auch in Frankfurt. Mit der Ausstellung will das MOMEM diese Geschichte bewahren und für neue Generationen erfahrbar machen.
Das MOMEM: Ein Museum für die Zukunft der Musik
Das Museum of Modern Electronic Music wurde 2022 eröffnet und ist weltweit einzigartig. Es dokumentiert die Geschichte elektronischer Musik und macht sie erlebbar – visuell, akustisch und haptisch. Neben Ausstellungen bietet das MOMEM Workshops, Lesungen und DJ-Sessions. Es ist nicht nur ein Museum, sondern ein Ort der Begegnung für Musikliebende und Kreative.
Mit „New Electronic Ecstasy“ setzt das MOMEM ein Denkmal für eine Ära, die Frankfurt zur Hauptstadt des Techno machte. Es ist eine Einladung, einzutauchen in die Geschichte, die Beats zu fühlen und die Energie einer Zeit zu erleben, die bis heute nachhallt.
t. Die Energie dieser Dekade prägt bis heute Musik, Mode und Kultur. Techno ist längst global – doch seine Wurzeln liegen auch in Frankfurt. Mit der Ausstellung will das MOMEM diese Geschichte bewahren und für neue Generationen erfahrbar machen.
Das MOMEM: Ein Museum für die Zukunft der Musik
Das Museum of Modern Electronic Music wurde 2022 eröffnet und ist weltweit einzigartig. Es dokumentiert die Geschichte elektronischer Musik und macht sie erlebbar – visuell, akustisch und haptisch. Neben Ausstellungen bietet das MOMEM Workshops, Lesungen und DJ-Sessions. Es ist nicht nur ein Museum, sondern ein Ort der Begegnung für Musikliebende und Kreative.
Mit „New Electronic Ecstasy“ setzt das MOMEM ein Denkmal für eine Ära, die Frankfurt zur Hauptstadt des Techno machte. Es ist eine Einladung, einzutauchen in die Geschichte, die Beats zu fühlen und die Energie einer Zeit zu erleben, die bis heute nachhallt.
>> bis 29.3.2026, MOMEM, Frankfurt, Di-So 13-19 Uhr, 12 €, momem.org, Crowdfunding via betterplace.org