Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hat die Stadt Frankfurt ein umfassendes Grillverbot in öffentlichen Grünanlagen erlassen. Seit Mittwoch, 24. Juni, ist das Grillen auf sämtlichen ausgewiesenen Grillplätzen untersagt. Die Maßnahme gilt für alle Grillarten – unabhängig davon, ob sie mit Holz, Kohle, Gas oder Strom betrieben werden. Auch Shishas mit glühender Kohle fallen unter das Verbot.
Hintergrund ist die aktuell stark erhöhte Brandgefahr. Fehlende Niederschläge haben dazu geführt, dass Böden, Vegetation und Laub ausgetrocknet und damit leicht entzündlich sind. Bereits ein einzelner Funke kann unter diesen Bedingungen einen größeren Brand auslösen. Die Stadt reagiert damit präventiv, um Schäden an Grünanlagen und Wäldern zu verhindern.
Maßgeblich für die Einschätzung der Gefährdung ist unter anderem der Waldbrand- und Grasland-Feuerindex des Deutschen Wetterdienstes. Ab Gefahrenstufe 4 gilt die Situation als kritisch – ein Grillverbot wird dann dringend empfohlen beziehungsweise notwendig.
Auch über die Grünflächen hinaus wird zur Vorsicht aufgerufen: Auf Friedhöfen empfiehlt die Stadt, vorerst auf das Entzünden von Grablichtern zu verzichten. In den Wäldern gilt ohnehin ein grundsätzliches Rauch- und Feuerverbot, das nun besonders strikt eingehalten werden soll. Selbst achtlos weggeworfene Zigarettenkippen können derzeit Brände auslösen.
Das Grillverbot gilt bis auf Weiteres und wird erst aufgehoben, wenn sich die Wetterlage nachhaltig entspannt hat. Die Einhaltung überwacht das Ordnungsamt. Gleichzeitig bittet das Grünflächenamt die Bevölkerung um verantwortungsvolles Verhalten und aktive Mithilfe. Hinweise auf mögliche Gefahrenquellen können gemeldet werden.
Mit der Maßnahme unterstreicht die Stadt die Dringlichkeit des Themas: In Zeiten zunehmender Trockenperioden wird der Schutz von Naturflächen immer stärker zur gemeinsamen Aufgabe von Verwaltung und Bevölkerung.