© Katarina Ivanisevic
Welche Bedeutung hat Hoffnung für literarisches Schreiben? Der diesjährige Titel des Literaturfestivals greift Ernst Blochs „Das Prinzip Hoffnung“ auf (erschienen zwischen 1954-1959 im US-amerikanischen Exil). Denn in Literatur und Kunst können Perspektiven entworfen, Räume geöffnet werden. Max Czollek liest aus seinem Debütroman „Zweifelssohn“ (30.10.) und „ringt in seinem ersten Roman mit einer Gegenwart zwischen Popliteratur und Untergangsvision“ (klett-cotta.de). Im Anschluss gibt es einen Live-Podcast von „Trauer und Turnschuh“. Die Hosts Hadija Haruna-Oelker & Max Czollek sprechen mit der Autorin Alice Hasters („Anti-Opfer“). Das Thema der Folge: „Widerstand als Hoffnung“. Hasters ist auch Teil der Tandem-Lesung und des Autorinnen-Gesprächs „Vielfalt als Hoffnung“ gemeinsam mit der Autorin Sharon Dodua Otoo („So, in etwa, ist es geschehen“) (31.10.). Im deutschen Exil lebend (mit unsicheren Aufenthaltsstatus), blickt der Autor Hamza Abu Howidy in „Muscheln am Strand von Gaza“ auf seine zerstörte Heimat: „Das Leid anderer anzuerkennen bedeutet nicht, das eigene Leid zu leugnen.“ Empathie wurde für ihn zum Akt des Widerstands und er setzt damit ein beeindruckendes Zeichen der Hoffnung (31.10.).
>> 30. + 31.10., Evangelische Akademie Frankfurt, textland-online.de