Alle heißen Susan, die im Nagelsrudio der ehemaligen Boxerin Ning arbeiten, tragen schwarze, mittellange Haare, schwarze Jeans, schwarze T-Shirts, schwarze Schuhe. Denn die Kundinnen können die Frauen ohnehin nicht auseinander halten, die Namen richtig aussprechen. Thammavongsa schreibt in ihrem Debüt scharfsinnig, ironisch, mit feiner Beobachtungsgabe über Arbeit, Rassismus, Klasse, den Alltag von Menschen mit Migrationsgeschichte: „und fordert eine Abrechnung mit der Art und Weise, wie die privilegierte Welt auf Frauen wie Ning blickt“ (aufbau-verlage.de).
>> Souvankham Thammavongsa: Frag Susan, Aufbau, 24 €