© Julius Gabele
Miriam Davoudvandi
5.10.
Miriam Davoudvandi: Das können wir uns nicht leisten
Brotfabrik, 20 Uhr
Miriam Davoudvandi schreibt über Armut. Darüber, „was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein“ (etwa 13,3 Millionen Menschen galten laut Destatis 2024 als armutsgefährdet). Schreibt von Scham, von Klassismus, darüber, dass Armut politisch gewollt ist, ein Ergebnis politischer Entscheidungen. Live-Show mit persönlichen Geschichten, Texten und Popkultur!
© Pascal Ito
Gisèle Pelicot
7.10.
Gisèle Pelicot: Eine Hymne an das Leben
Deutsche Nationalbibliothek, Live-Stream unter: dnb.de
Zu Gisèle Pelicot ist gefühlt alles gesagt und doch kann es nie genug sein! Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und 50 weiteren Tätern auf Anonymität. Alle wurden für unzählige sexuelle Übergriffe gegen sie verurteilt. Ihr Porträt erzählt, wie sie das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert. Ende Oktober 2025 hat Frankreich sein Sexualstrafrecht reformiert und das „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip im Strafrecht verankert.
© Amande Dionne
Geraldine Oetken
8.10.
Was bleibt. Drei Autorinnen über Familie, Erinnerung, Neuanfänge
Romanfabrik, 19.30 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung: reservierung@romanfabrik.de
Den Mut haben hinzusehen: Jarka Kubsova schreibt in „Im Licht des neuen Tages“ u.a. über weibliche Freiheit und Erinnerung. Annika Büsings Roman „Magisch“ verhandelt Konflikte in der Familie und Geraldine Oetken erzählt in „Frieda“ davon, was familiäres Schweigen mit unserer Gegenwart zu tun hat. Bärbel Schäfer moderiert.
© Chris Close
Colson Whitehead
9.10.
Colson Whitehead: Cool Machine
Schauspiel Frankfurt, 20 Uhr, schauspielfrankfurt.de
Der neue Roman des zweifachen Pulitzer-Preisträgers ist eine Harlem-Trilogie, eine Kriminalgeschichte im New York der 80er: Ray Carney, respektabler Business-Mann wagt einen Einbruch im Waldorf Astoria und gerät in ein Netzwerk afrikanischer Raubkunst. Der Roman verhandelt die Frage, ob Wiedergutmachung in Amerika ohne Selbstjustiz möglich ist.
© Birte Filmer
Anne Dittmann
27.10.
Anne Dittmann: Jungs von heute, Männer von morgen
Zentralbibliothek, 19.30 Uhr
Dittmanns Buch über Rollenbilder und das Aufbrechen alter Männlichkeitsnormen gibt Impulse für Eltern, Begleiter:innen von Jungs. Zeigt, dass selbst aufgeklärte Mütter sich in sexistische Stereotype verstricken. Sucht Antworten auf Fragen: „Was bringen Jungs von Natur aus mit, was leben wir ihnen vor? Welche Rollenbilder prägen sie? Wie erziehen wir zu Empathie, Respekt, Fürsorge?“
© Heike Steinweg
Ilija Matusko
29.10.
Ilija Matusko: Jugo
Hessisches Literaturforum, 19.30 Uhr, hlfm.de
Matuskos Debüt verhandelt Fragen nach Herkunft und Zugehörigkeit. Ilijas Vater verlässt Deutschland, kehrt nach 30 Jahren nach Kroatien zurück. Trotz ihrer Streits kommen sich Ilja und sein Vater bei jedem Besuch etwas näher, entdecken Gemeinsamkeiten. Unter anderen die „nie irgendwo angekommen zu sein“.