© Philipp Gladsome
5.5., Christian Huber: Solange ein Streichholz brennt
Brotfabrik, 20 Uhr
Eine Liebesgeschichte ohne Sozialromantik: Fernsehjournalistin Alina fürchtet um ihren Job und startet eine Reportage über das Leben auf der Straße. Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße, kämpft sich mit seinem Hund Fox durchs Leben. Und dann begegnen sie sich. Huber ist Host des Podcasts „Gefühlte Fakten“.
© Christian Doeller
7.5., Roya Soraya: Wind in meinem Kopftuch
Stern Bistro im Mousonturm, 20 Uhr
Roya ist queer und reist mit ihrem Vater durch den Iran, sie ahnt nicht, dass es die letzte Reise mit ihm sein wird. In ihrer autobiografischen Graphic Novel verarbeitet Soraya Identität, das Leben zwischen zwei Kulturen, politische Unterdrückung, Verlust und die Kraft der Erinnerung.
© Marie Köhler
8.5., Jean-Philippe Kindler: Hier ist der Beginn und das Ende ist dort
Hessisches Literaturforum im Mousonturm, 19.30 Uhr
Kindler ist Satiriker, Moderator, politischer Vordenker. In seinem Debüt schreibt er von zwei Menschen an einem Wendepunkt, die zum „Wir“ zurückfinden. Ende März, 2029: Jonas Vater stirbt, seine Affäre Estelle bereitet letzte Wahlkampftage vor für die Gegenkandidatin der Konservativen, die nach einem rechten Terrorangriff ihre Haltung verändert.
© Charlotte Werndt
13.5., Martin Piekar: Vom Fällen eines Stammbaums
Mousonturm, 19.30 Uhr
Der Lyriker verhandelt in seinem Debüt einfühlsam Verwandtschaft, was es bedeutet, jemanden zu pflegen, zu lieben. Martins Mutter floh einst aus Polen, nach dem Tod der Großmutter beginnt sie zu trinken, während ihr Sohn World of Warcraft spielt, Gedichte schreibt. Als sie Jahre später erkrankt, übernimmt er ihre Pflege, eine Annäherung beginnt.
© Linda Rosa Saal
18.5., Daniela Dröscher: Sprechen
Romanfabrik Frankfurt, 19.30 Uhr
Dröscher beleuchtet in ihrem Essay den Weg „einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau“. Sprache ist ein Werkzeug: Klasse, Herkunft und Geschlecht prägen unser Sprechen und verhindern oft das Verstehen: „Wer spricht, muss bereit sein, sich zu blamieren, zu riskieren“ (Daniela Dröscher).
© Magnus Terhorst
26.5., Saša Stanišić: Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird.
Literaturhaus Frankfurt, 19.30 Uhr, 12/20 € + Streamingticket 5 €
Stanišić hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, Dankesreden gehören zu seinem Repertoire. Einige davon verwandeln sich in Literatur, in Geschichten. Der Band versammelt diverse Reden des Autors über Kunst, Gesellschaft, Sprache, Literatur, Migration, Integration, Jugend, Herkunft.
© Privat
29.5., Henni Nachtsheim: Eintracht Frankfurt. Eine Liebeserklärung
Stadtteilbibliothek Rödelheim, 19.30 Uhr, Anmeldung: roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de
Nachtsheim liebt die SGE, widmete ihr sogar ein Theaterstück „Adlerherzen“. Jetzt eine weitere Liebeserklärung: In seinem Buch beleuchtet er die wechselhafte Geschichte des Vereins bis in die Gegenwart: „Vermutlich bringt kaum ein Bundesligaverein seine Anhänger so oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs wie Eintracht Frankfurt.“