© Dieter Huber, VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Wo innen und außen ist, verschwimmt ein bisschen in Astrid Buschs Installation „Urban Utopia“. Bunte Lichtstrahlen, die sich durch ihre durchsichtigen, wellenförmigen Plastiken auf dem Boden bewegen, lassen diese immer wieder anders und geradezu lebendig wirken. Die geometrischen Formen an der Wand bilden einen Kontrast dazu und sind eine Collage aus typischen Elementen des „Neuen Frankfurt“. Auch Karina Nimmerfall beschäftigt sich mit einer der großen städtischen Umgestaltungen für bezahlbaren Wohnraum zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dem „Roten Wien“. Große utopische Zukunftsvisionen, was das Zusammenleben der Menschen vor allem in den Städten betrifft, sind allerdings nicht das Thema der Ausstellung. Die Künstler:innen beobachten, wie Architektur und Infrastruktur in den letzten hundert Jahren gedacht und praktisch umgesetzt wurden. Wie können wir mit dem architektonischen Erbe umgehen, mit Plattenbausiedlungen etwa? Wie wollen wir Natur gestalten? Heike Baranowsky folgt in ihrem Video dem „Boulevard périphérique“, der Ringautobahn um Paris. Was eine Verbindung zwischen den günstigen Vororten und der teueren City sein soll, wird in ihrer Arbeit zu einer trennenden Stadtmauer, die eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist.
>> Bis 3.10., DZ Bank Kunststiftung, kunststiftungdzbank.de