© Oskar Rio Ladwig
Die Ausstellung basiert auf der Auseinandersetzung mit unserem Verhalten gegenüber Regen. Ausgangspunkt ist eine einzelne Beobachtung, aus der sich nach und nach ein tieferes Interesse und eine persönliche Faszination des Künstlers für dieses alltägliche Phänomen entwickelt haben. Kinder erleben Regen oft mit Freude, springen durch Pfützen und nehmen ihn als Spiel wahr. Erwachsene versuchen meist, ihm auszuweichen. Wann und warum hat sich unsere Sicht auf Regen so stark verändert? Regen beeinflusst, spiegelt und offenbart. Wir nehmen ihn bewusst wahr und reagieren auf ihn. Blickkontakte werden seltener, Menschen verbergen sich unter Kapuzen und Regenschirmen. Gleichzeitig nimmt der körperliche Abstand ab: Wir drängen uns unter Bushaltestellen, in Hauseingängen oder in Cafés. Ungewollte Berührungen entstehen. Eine paradoxe Nähe entsteht. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Oskar Rio Ladwig mit zwischenmenschlichen Momenten, Nähe und Distanz, flüchtigen Begegnungen sowie emotionalen Zuständen, die oft unter der Oberfläche bleiben.
>> Vernissage 1.2., 16 Uhr, Eintritt frei, Ausstellung, 1.2.-13.3., Die Schmiere Frankfurt, die-schmiere.de