© Inès Sieulle und Courtesy of the artists
Künstliche Intelligenz bestimmt unsere Welt, KI-Technologien verändern fundamental, wie Bilder erzeugt, bearbeitet, verbreitet, betrachtet werden. Inklusive des noch lange nicht einschätzbaren gesellschaftlichen Impacts. Der Einfluss von KI auf die zeitgenössische Kunstpraxis, die visuelle Kultur zählt zu den offensichtlichsten Phänomenen in diesem Bereich, der von undurchsichtigen technischen Prozessen dominiert wird. Die Schau zeigt Arbeiten der letzten Dekade, die die kognitiven, psychologischen, politischen und ökologischen Dimensionen von KI ergründen. Die Arbeiten – Videoinstallationen, Grafiken, Skulpturen, Fotografien von ca. 25 internationalen Künstler:innen, wie u.a. Nora Al-Badri, Nouf Aljowaysir, Julian Charrière, Grégory Chatonsky, Kate Crawford & Vladan Joler, Agnieszka Kurant, Hito Steyerl, Sasha Stiles und Taller Estampa – beleuchten Ressourcen, Umweltfaktoren sowie Fragen der Wahrnehmung, maschinelles Sehen oder Gesichts- und Emotionserkennung. Und sie setzen sich mit alternativen Geschichtsschreibungen, möglichen Zukunftsvisionen, AI-Slop (KI-Abfall, produzierte digitale Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, die ungeprüft mittels generativer KI veröffentlicht werden) und Slopaganda (die Verwendung von KI-generierten Bildern als neue Form der politischen Propaganda) auseinander. Daniel Felstead und Jenn Leung verarbeiten in ihrem Video „Welcome to Jankspace, Babes (2025)“, was mit der Welt, mit uns allen, unseren Körpern, passiert, wenn sich der Kapitalismus von der menschlichen Ebene löst. Die Künstlerin und Filmemacherin Inès Sieulle zeigt in „The Oasis I Deserve“, was geschieht, wenn menschliche auf künstliche Intelligenz trifft.
>> 11.6.-20.9., Schirn Frankfurt, schirn.de