© Erik Reinhardt VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Es ist wohl die einzige Möglichkeit eines langfristig harmonischen Zusammenlebens auf unserem Planeten: Menschen, Tiere, Pflanzen und Technologie kooperativ vereint. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt der Ausstellung, die sich als interaktives Experiment versteht. Andreas Greiner ist gleich mit mehreren multimedialen Installationen vertreten. In „Conspiracy Theory, Hybrid Estate“ scheinen sich drei KI-Systeme miteinander zu unterhalten, die unterschiedliche politische, ökonomische und gesellschaftliche Perspektiven vertreten. Grok (Elon Musk), DeepSeek (China) und Mistral (europäisches Open-Source Modell) sind mit verschiedenen Stimmen ausgestattet, passenderweise im Lese- und Caféraum des Museums. Die Besucher:innen werden mittels Fotografien Teil des Trialogs. „Algorithmen brauchen Empathie“ steht auf einem Plakat im Treppenhaus. Die gezeigten Arbeiten machen immer wieder bewusst, dass es Menschen sind, die die Technologien lenken. Katharina Graf geht mit ihrer Bildserie, die außerirdisch wirkende Mensch-Maschinen zeigen, noch einen Schritt weiter. Wir sind alle Cyborgs, so ihre These. Und wir werden es immer mehr, durch die Erweiterung unseres Körpers durch Technik: sei es durch Prothesen, Autos als Statussymbolen, Gentechnik oder der Nutzung unseres Smartphones.
>> Bis 6.9., Museum Giersch der Goethe-Universität, mggu.de