© The Clark Art Institute
Weshalb war und ist das Seebad Étretat an der nordfranzösischen Atlantikküste ein Sehnsuchtsort für so viele Künstler:innen? Die Schau „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ geht dem Mythos Étretat, dem Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne nach. Hier malten u.a. Gustave Courbet, Camille Corot, Camille Pissarro und Berthe Morisot. Und Claude Monet. Étretat ist seit mehr als 150 Jahren ein internationaler Urlaubsort. Doch die vielen Tourist:innen sind für die Steilküste bedrohlich ebenso wie die Erosion und der Klimawandel. Die Schau untersucht den „Mythos Étretat“ – die Konsequenzen der Popularität und die Rolle, die die Kunst dabei spielte. Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente – 170 Werke stehen in Beziehung zu dem einstigen Fischerdorf Étretat, das um 1850 zu einem angesagten Seebad für Künstler:innen, Intellektuelle und das Pariser Bürgertum avancierte. Die Roman-Figur Maurice Leblancs, der Gentleman-Gauner Arsène Lupin ermittelte dort, für Guy de Maupassant war Étretat ein Sehnsuchtsort und Gustave Courbet malte hier seine Wellenbilder. Claude Monet hielt die Fels- und Küstenbögen an der Küste von Étretat viele Male in seinen Gemälden fest – die einzigartige Steilküste mit den drei Felsentoren – Porte d’Amont, Porte d’Aval und Manneporte – faszinierten den Künstler. Seine Arbeitsweise, Motivreihen zu malen, begann in Étretat.
>> 19.3.-5.7.2026, Städel, staedelmuseum.de