© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz
Ins Jüdische Museum gehen und als Band wieder herauskommen? Ist in dieser Ausstellung möglich. Spätestens im letzten Raum, der mit vier Mischpulten und Mikrophonen die Besucher zum gemeinsamen Musik machen auffordert. Für Mike D, Mitglied der Beastie Boys und Co-Kurator, waren seine Bandkollegen eine zweite Familie, Musik und kreative Zusammenarbeit das verbindende Element. Und so ist auch MISHPOCHA (das jiddische Wort für Familie) gestaltet, eine vielschichtige Schau darüber, was Familie sein kann, speziell aus jüdischer Sicht. Die – vor allem musikalischen – Mitmachstationen regen die Besucher zur Interaktion an. „Familie sind die Menschen, die mein emotionales Zuhause sind“, so fasst es Hannah aus Bern in der vielstimmigen Soundinstallation „The sound of mishpocha“ von Jan Ove Henning eingangs zusammen. Im zweiten Raum „Roots“ erzählen acht zeitgenössische Künstler in Malerei, Fotografie, Film und Installationen ihre Familiengeschichten, die oft geprägt sind von Gewalt, Flucht und Migration. Ira Eduardovna zeigt ihre Familie beim Kofferpacken, jeder Gegenstand, der verstaut wird, wird auf Russisch und Hebräisch benannt. Im dritten Raum „Mix“ ist man umgeben von Musik, auf großen Bildschirmen werden verschiedene musikalische Genres erfahrbar gemacht.
>> Bis 27.9., Jüdisches Museum Frankfurt, juedischesmuseum.de