© VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Estate Leonor Fini, Paris
Die argentinisch-französische Künstlerin Leonor Fini bewahrte sich stets ihre Unabhängigkeit. Ließ sich nicht in Schubladen stecken, trotz der surrealistischen Tendenzen in ihrem Werk: „Ich habe ein paar Surrealisten gekannt. Aber ich habe dieses Diktat nicht geliebt. Ich wollte dieses Diktat nicht haben.“ (deutschlandfunkkultur.de). Leonor Fini hielt Distanz zu André Breton, der die Malerin für die Gruppe der Surrealisten gewinnen wollte. Finis Werk ist durchzogen von Emanzipation, Genderfluidität, Eros, Okkultismus, Tod, Verwandlung, spielerisch verwendet sie Rollenbilder, Masken, Kostüme. Kehrt klassische Geschlechterrollen um, in ihren Arbeiten, die geprägt waren von ihrem charakteristisch altmeisterlichen Stil. Als Autodidaktin schuf sie eindrucksvolle Darstellungen starker Frauen, androgyner Figuren, die häufig auf einer Neuinterpretation historischer Vorbilder beruhten. Fini inszenierte sich selber als„libertinäre, glamouröse Ikone“. Die Schau widmet der Künstlerin die erste große Retrospektive in Deutschland. Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte aus rund 70 Jahren – Finis langer, eindrucksvoller künstlerischer Laufbahn – vermitteln einen Einblick in Finis Œuvre, die als „Pionierin des Hybriden, des Crossover und der postmodernen Malerei“ gilt (deutschlandfunkkultur.de).
>> 23.10.2026-21.2.2027, Schirn, Frankfurt, schirn.de