© Jessica Backhaus, 2026, courtesy of Robert Morat Galerie
So ganz einordnen lassen sich Jessica Backhaus’ Arbeiten zunächst nicht. Sind das Reliefs …? Ihre Fotografien wirken so dreidimensional, als könnte man hinter die kunstvoll ineinander geschichteten Arrangements aus buntem Papier greifen. Die flirrenden Farben, kaum nachvollziehbaren Schattenbildungen und Verschachtelungen in den beiden Serien „Papyrus“ (2023/34) und „Plein Soleil“ (2024–26) scheinen nicht von dieser Welt. Tatsächlich sind sie das aber, keine KI. Es sind flüchtige Kompositionen aus buntem Papier, allein durchs pralle Sonnenlicht in Szene gesetzt und so fotografiert, dass selbst noch die einzelnen Fasern des Materials erkennbar sind. In der früheren Serie „Cut Outs“ erkennt man noch Verweise auf das Handwerkliche: die gewölbten Papierformen sind deutlich von Hand, minimal unregelmäßig geschnitten. Jessica Backhaus’ (*1970) Werk bewegt sich zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst. Neben dokumentarischen Arbeiten und sensiblen Portraits beschäftigt sie sich vor allem mit verschiedenen Texturen, Oberflächen und der Wirkung von Licht, die sie in faszinierenden Detailaufnahmen einfängt.
>> Bis 26.4.2026, Fotografie Forum Frankfurt, fffrankfurt.org