Ist die Nacht wirklich nur zum Schlafen da? Die Ausstellung „Nachtleben“ zeigt das Gegenteil. Hier begegnen Besucher:innen unter anderen nachtaktive Tiere in den Bildern, Skulpturen und Videoinstallationen zeitgenössischer Künstler:innen. Denn anders als bei Menschen gibt es diverse nachtaktive Tiere, deren Sinne ausgeprägt sind für die Nacht, und so schwirren, schleichen und agieren sie in der Dunkelheit. Als „Plädoyer für die Dunkelheit“ möchte Kathrin Meyer, Direktorin des Museums Sinclair-Haus, ihre Ausstellung gerne verstanden wissen (hessenschau.de) und lädt mit der Schau zu einer Reise durch die Nacht ein. Diverse Künstler:innen wie Melanie Manchot, Dominik Eulberg, Sarah Gillespie, Sven Johne und Sandra Mann untersuchen in ihren Arbeiten die Lebendigkeit der Nacht, wie wir und andere Lebewesen die Nacht und die Dunkelheit erleben. Für seine Arbeit „Synchronicity: Chimera States“ war Robin Meier Wiratunga in Thailand unterwegs auf der Suche nach den Glühwürmchen Pteroptyx malaccae. Sandra Manns Fotos zeigen die Frankfurter Clubszene, feiernde Menschen machen die Nacht zum Tage. Die Serie „Repaires“ des Schweizer Fotografen Yann Mingard wird von Bild zu Bild dunkler – erst bei genauem Hinsehen können Besucher:innen die Umrisse einer fliegenden Eule erkennen. Am 5. Dezember laden Studierende (Kunstpädagogik und Geschichte) zu „Kopfstand“ ein – zum experimentelles Erleben der Ausstellung mit allen Sinnen.
>> Bis 15.2.2026, Bad Homburg (Löwengasse 15,), Di-Fr 14-19/Sa + So 10-18 Uhr, kunst-und-natur.de