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Rau, sumpfig, dicht bewaldet und mit Namen versehen, die für römische Zungen kaum aussprechbar waren – so beschreibt der römische Geograph Pomponius Mela 44 n. Chr. das Land rund um das heutige Frankfurt. Zuerst waren es nur einige militärische Stützpunkte am Rhein oder im Taunus. Wo jetzt Heddernheim und Praunheim liegen, entstand schließlich die antike römische Stadt Nida, im 2. Jahrhundert n. Chr. ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum mit bis zu 5.000 Einwohnern. Das „deutsche Pompeji“ wurde Nida noch im 19. Jahrhundert aufgrund seines Fundreichtums genannt. Durch Hobbygräber und durch die Bebauung ist davon allerdings viel verloren gegangen. Die Ausstellung zeigt, wie die römische Vergangenheit das Leben in der Region beeinflusste. Überreste von Wandmalereien, Schmuck, verzierte Helme und Gebrauchsgegenstände erzählen von der einst blühenden römischen Stadt. Wegsteine mit Inschriften sind zu sehen und Säulenreste, die im Mittelalter als Baumaterial recycelt wurden. Nachdem die Römer den Limes aufgaben, verlor auch Nida seine Bedeutung. Menschen lebten dort zwar immer noch, aber es sollte noch bis ins Mittelalter dauern, bis auf dem heutigen Frankfurter Stadtgebiet wieder vergleichbar hochentwickelte urbane Strukturen entstanden.
>> Bis 26.4.2026, Archäologisches Museum, archaeologisches-museum-frankfurt.de