© TiagoSant’ Ana
Was haben Tulpenzwiebeln, die Corona-Pandemie und die Erfindung des Buchdrucks gemeinsam? Die Ausstellung ist eine Tour durch die Weltgeschichte, aus der Perspektive der Wirtschaft. Die seit Anbeginn, so scheint es hier, keinem „Masterplan“ folgte, sondern immer eher eine Reaktion war: beeinflusst von technischen Entwicklungen, der Möglichkeit für Händler und Informationen von A nach B zu kommen, Naturereignissen, Kriegen. Oder von plötzlichen menschlichen Vorlieben, die schnell kommen und wieder gehen, wie im Fall der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert. Es wird erklärt, warum ein Vulkanausbruch 1815 in Indonesien für die Entstehung von immer mehr Sparkassen in Deutschland sorgte und vielleicht sogar zur Erfindung des Fahrrads beitrug. Frankfurt steht im Mittelpunkt der Ausstellung, der Status als freie Reichs- und wichtige Messestadt machte den Aufstieg zum Finanzzentrum und schließlich die Gründung der Börse erst möglich. Gezeigt werden vielfältige Objekte aus dem Bestand des Historischen Museums, Bilder, Münzen, Porzellan oder auch ein alter, mit Stickern beklebter WG-Kühlschrank aus den 70ern. Einzelne Werke von zeitgenössischen Künstler:innen bieten zusätzliche Perspektiven, wie etwa das Kleid von Leonid Matthias, ganz aus Schutzmasken genäht.
>> Bis 31.1.2027, Historisches Museum, historisches-museum-frankfurt.de