Foto: Monika Runge
Die Schau „Beckmann“ richtet den Fokus auf seine Zeichnungen, die als intimer Teil seines Œuvres gelten: Tagebuchartig dokumentieren sie Beckmanns künstlerische Entwicklung, unterstützen den Künstler bei der Bildfindung und der Bild-Erfindung. „Zeichnend entwickelte er seine unverwechselbare Bildsprache, hielt Gesehenes und Erlebtes fest, formte seine persönliche Weltanschauung und verwandelte flüchtige Eindrücke in vielschichtige, bedeutungsgeladene Kompositionen […]“, so die Kurator:innen der Schau. In sechs Teilen beleuchtet die Schau Beckmanns künstlerische Vita: Die Anfänge in Berlin, wo er 1906 in der Ausstellung der Berliner Secession erste Erfolge feierte, während des Ersten Weltkrieges meldete er sich freiwillig zum Sanitätsdienst, die Entstehung seiner neuen Bildsprache, die nach dem Krieg in Frankfurt entstand, als er Zuflucht bei einem befreundeten Paar fand, die harte Zäsur nach der Machtübernahme der Nazis, als Beckmann seine Lehrtätigkeit an der Frankfurter Kunstgewerbeschule (Städelschule) verlor und seine Werke als entartet deklariert wurden und das zehnjährige Exil in Amsterdam und der anschließende Neuanfang in den USA 1947/48. Das Städel Museum besitzt eine der bedeutendsten Beckmann-Sammlungen weltweit. Die Schau zeigt auch ausgewählte Gemälde und farbige Arbeiten auf Papier, viele davon sind erstmals öffentlich zu sehen.
>> 3.12.2025-15.3.2026, Städel Frankfurt, staedelmuseum.de