© David Ertl
Athena ist die griechische Göttin der Weisheit und der Strategie, sie steht u.a. für Freiheit. Die erste Demokratie der Welt entstand im antiken Athen. Im Alltag der Demokratie in Deutschland spielen Objekte wie eine Wahlurne, ein Wappentier und ein Verdienstorden eine große Rolle. Die Schau knüpft daran an, fordert dazu auf, vertraute Zeichen des demokratischen Gemeinwesens neu zu betrachten, zu hinterfragen: Passen sie noch zu dem, was wir heute unter Demokratie verstehen?
Das Forschungs- und Gestaltungsprojekt Re-De-Re wählt den Ansatz, die gestalterische Auseinandersetzung mit einzelnen, konkreten Objekten der deutschen demokratischen Repräsentation. Das Team von Re-De-Re begleitete drei Jahre lang Politiker:innen während ihres parlamentarischen Alltags, um zu verstehen, wie Repräsentation im Kleinen funktioniert: Die Wahlurne, der Bundesadler, das Bundesverdienstkreuz, damit ehrt der Staat bürgerschaftliches Engagement. Die Form ist jedoch von christlicher Symbolik, militärischer Tradition geprägt. Gestalter:innen wie u.a. Rozbeh Asmani, Maciej Chmara & Anna Rosinke, Esra Gülmen, Jianping He und Nadine Kolodziey entwickelten neue Entwürfe, die zeitgemäßer und offener gedacht sind: „Die Ausstellung möchte zeigen, dass Demokratie nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet wird […]“ (museumangewandtekunst.de).
>> 28.8.2026-21.2.2027, Museum Angewandte Kunst Frankfurt, museumangewandtekunst.de