FSK 16
Jahre sind vergangen, seitdem rund 200 Widerständler in einer spektakulären Aktion aus den Fängen der amerikanischen Regierung befreit wurden. Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio) ist einer von ihnen. Jetzt, Jahre später, muss sich Ferguson mit einer Handvoll ehemaliger Revolutionäre wieder zusammentun, da ihnen der damalige Colonel Steven Lockjaw (Sean Penn) noch immer auf den Fersen zu sein scheint. Lockjaw hat sich inzwischen radikalisiert und sich einer rassistisch motivierten Miliz angeschlossen, die Bobs Tochter Willa (Chase Infiniti) in ihre Gewalt bringen will. Thematisch wie stilistisch liebt Regie-Exzentriker Paul Thomas Anderson das Risiko – eine Rechnung, die mit Filmen wie „Boogie Nights“, „Magnolia“ und „There will be Blood“ grandios aufging, während andere Werke wie „The Master“ und „Inherent Vice“ kaum Interesse fanden. Mit „One Battle After Another“, einer losen und modernisierten Adaption des Romans „Vineland“ von Thomas Pynchon, taucht Anderson mit einem uramerikanisch politisch motivierten Stoff und einem überzogenen 130-Millionen-Dollar-Budget trotz einiger Star-Power jetzt in sein größtes kommerzielles Wagnis ein.
Redaktion: Uwe Bettenbühl
>> Filmstart: 25.9. (161 Min.), USA 2025, mit Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Benicio del Toro, Regina Hall, Teyana Taylor, Chase Infiniti