Die Ehe der Doinels zerbricht endgültig an den Affären Antoines, der seinerseits Christine vorwirft, untreu zu sein und mit ihrer besten Freundin Liliane ein lesbisches Verhältnis zu führen. Nach der Scheidung, die nach neuer Gesetzeslage beidseitiges Einvernehmen voraussetzt, trifft Antoine am Bahnsteig durch Zufall auf seine Jugendliebe Colette, die schon im zweiten Film die Hauptrolle spielte und sich noch zu gut an Antoines Flatterhaftigkeit erinnert. Für den Abschluss der einzigartigen Reihe drehte François Truffaut nur gut die Hälfte des Materials neu. Die andere Hälfte schnitt er aus den gut zwanzig Jahren seines filmischen Schaffens, nicht ausschließlich aus den vorherigen Filmen des Antoine-Doinel-Zyklus. Er verwendete auch Szenen mit Claude Jade aus „Die amerikanische Nacht“, die er neu kontextualisierte. Ein filmisches Experiment mit unterhaltsamem und originellem Ergebnis.
>> 23.3., Pupille Kino an der Uni, Frankfurt, 20.15 Uhr, pupille.org