FSK 12
Start: 28.5. (121 Min.), England 2025, mit Robert Aramayo, Shirley Henderson, Maxine Peake, Scott Ellis Watson, Peter Mullan
Weshalb ihn diese unkontrollierbaren Zuckungen immer öfter plagen oder obszöne Laute und Schimpfwörter spontan aus ihm herausbrechen, ist dem in einer schottischen Kleinstadt zu Beginn der 1980er-Jahre aufwachsenden Teenager John (Scott Ellis Watson) lange ein Rätsel. Die Folge: Eine extrem schwierige Jugendzeit, da der Youngster seiner Aussetzer wegen als Unruhestifter und Verrückter abgestempelt wird. Irgendwann wird die Krankheit Tourette-Syndrom diagnostiziert. In seinen Zwanzigern lebt John (jetzt: Robert Aramayo) noch immer bei seiner Mutter (Shirley Henderson). Er ist depressiv, arbeitslos und verlässt das Haus kaum. Bei einem seiner seltenen Aufenthalte draußen begegnet ihm ein ehemaliger Klassenkamerad, der ihn seiner Mutter vorstellt. Und Dottie (Maxine Peake) macht es sich als gelernte Psychiatriekrankenschwester zur Aufgabe, John bei sich aufzunehmen und ihm eine Anstellung als Gehilfe des Hausmeisters (Peter Mullan) im örtlichen Gemeindezentrum zu vermitteln. Hier blüht der Ausgegrenzte auf, entwickelt er sich zur allzeit bereiten Aushilfe – und zu jemandem, der nach außen für die Sichtbarkeit der Krankheit Stellung bezieht. Was ihm sogar eine Auszeichnung der Queen einbringt. Letzteres gilt auch für den echten John Davidson, auf dessen Geschichte Kirk Jones’ Film basiert. „Verflucht Normal“ berührt, setzt auf britischen Humor, ein exzellentes Ensemble – und mausert sich zur Aufklärungs-Dramödie der Feel-Better-Klasse.