© Norbert Miguletz
Der Mond geht auf, die Hitze ist gewichen und hat Platz gemacht für eine umschmeichelnde Wärme … Wenn dann auch noch die feinsten Filmhighlights open air über die Leinwand huschen, dann ist aus einem perfekten Tag ein perfekter Abend geworden.
13. FREILUFTKINO FRANKFURT
Bis 23.8., Altes Polizeipräsidium, Innenhof, Frankfurt, freiluftkinofrankfurt.de
Die Saison 2026 des FREILUFTKINOS FRANKFURT steht in den Startlöchern. Über acht Wochen hinweg zeigt das Freiluftkino Frankfurt insgesamt 35 Filme – immer von Donnerstag bis Sonntag. „Die My Love“ zeigt den psychologischen Verfall einer jungen Mutter, die nach der Geburt ihres Kindes mit schweren postnatalen Depressionen kämpft, mit einer unvergleichlichen Jennifer Lawrence. „Hamnet“, ein ruhig gefilmtes, intensiv gespieltes Melodram, das sich Zeit lässt und genau darin besticht. „Gelbe Briefe“, „Amrum“ und das düstere, intensive Roadmovie „Sirāt“ mit einem herausragenden Laien-Ensemble, das gezielt in der Techno- und Rave-Szene gecastet wurde. Verstörend und großartig. Das Freiluftkino verspricht auch diesmal die feinsten Filme des Jahres.
High Rise Cinema
>> 23.7.-16.8., versch. Orte, Frankfurt, Infos & Tickets: highrisecinema.de
In diesem Sommer ist es endlich wieder so weit: Vom 23. Juli bis zum 16. August führt das High Rise Cinema sein Publikum auf gleich vier verschiedene Dachterrassen der Mainmetropole: Auf den Taunusturm, auf das Dach des Skyline Plaza, auf den Opernturm und die Dachterrasse des Grünflächenamts. An Orte, die den meisten Menschen normalerweise verborgen bleiben. Dort, hoch oben, bekommt man nicht nur einen spektakulären Blick auf die Wolkenkratzer, auch der Kinobesuch wird zu etwas ganz Besonderem. Gezeigt werden Klassiker der Filmgeschichte, getreu dem Motto: High Rise Cinema meets High End Cinephilie.
Hafenkino
Bis 29.8., Hafen2, Offenbach, hafen2.net
Das kreative Zentrum „Hafen 2“ im benachbarten Offenbach widmet sich in der Hafenkino-Reihe besonderen Kinowerken – und das vor der beeindruckenden Kulisse des Mains, Industriecharme inklusive. In „Colours of Time“ bringt eine unerwartete Erbschaft vier entfernte Verwandte zusammen, wobei sie gemeinsam ihre mysteriöse Familiengeschichte entdecken. „Marty Supreme“ erzählt die Geschichte des Schuhverkäufers Marty, der nur ein Ziel hat: Weltmeister im Tischtennis zu werden. Und da wäre dann noch „One Battle after another“ mit einem herrlich abgewetzten Leonardo DiCaprio. Der Ex-Revolutionär wird von einem rassistischen Colonel aufgespürt und muss um seine Tochter bangen. Aus dieser Grundidee bastelt Autorenfilmer Paul Thomas Anderson einen herrlich amüsanten Actionthriller, der Donald Trump ganz und gar nicht schmecken dürfte (kino-zeit.de).
Pupille-Sommerkino
13-15.7., Wiese beim Random White House auf dem Campus Westend, Frankfurt, pupille.org
Im Kino in der Uni darf man sich auf ganz besondere Filme freuen. „Born in Flames“: Zehn Jahre nach der sozialistischen Revolution in den USA wächst der Zweifel am Versprechen von Gleichheit. Feministische Gruppen und Piratensender schaffen neue Gegenöffentlichkeiten. Im Programm der exf f. am 14. Juli werden sowohl verschiedene analoge Formate, von Super 8 über 16 mm und 35 mm, als auch digitale Produktionen und Digitalisate restaurierter Filme zu sehen sein. „Lesbian Space Princess“: Die introvertierte Prinzessin Saira des lesbischen Planeten Clitopolis muss ihre heiße Ex-Freundin Kiki aus den Fängen der Straight White Maliens retten. Eine intergaylaktische Abenteuer-Reise! Zwischen den Filmen werden Longdrinks, Limonaden und Pausen angeboten.