Eine virtuelle Reise in die Vergangenheit ist nun in Offenbach möglich: Im Capitol Theater können ab jetzt Besucher:innen mithilfe modernster Technik die ehemalige Synagoge in ihrer ursprünglichen Gestalt erleben. Das neue Angebot verbindet Geschichte und Gegenwart – und macht genau 87 Jahre nach der Reichspogromnacht ein fast vergessenes Kapitel Offenbacher Stadtgeschichte auf eindrucksvolle Weise wieder sichtbar. Aufgrund der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft existieren die allermeisten Synagogen in Deutschland nicht mehr. Offenbach bildet hier eine Ausnahme: Der Synagogen-Baukörper inklusive der großen Kuppel blieb an der Goethestraße weitgehend in der alten Form erhalten. „Daher eignet sich das Capitol Theater besonders dazu, die ursprüngliche Gestalt der Innenräume und deren Ausstattung virtuell wieder sichtbar zu machen“, erklärt Capitol-Geschäftsführerin Birgit von Hellborn. „Hier können wir auf innovative Art ein wichtiges Stück Geschichte ins Blickfeld rücken – für Offenbach und auch weit darüber hinaus.“ Nun steht der Film mit der Möglichkeit einer 3D-Ansicht den Besucher:innen des Capitols im Eingangsbereich zur Verfügung. Von der Kuppel bis zu den kunstvollen Details des Innenraums können sie die Atmosphäre des einstigen Gotteshauses erleben – begleitet von einer kurzen Führung, die geschichtliche Hintergründe vermittelt und den virtuellen Rundgang einordnet. Die finanzielle Basis der mehrere Zehntausend Euro teuren Rekonstruktion legte die Dr. Marschner-Stiftung als Hauptförderer.
Visualisierung führt durch ehemalige Synagoge
Capitol Theater Offenbach
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