© Achim Plum
Mit „Weapons of Tender Friction“ präsentiert der in Frankfurt lebende peruanische Choreograf Carlos Díaz sein zweites abendfüllendes Stück im Gallus Theater. Die deutsche Übersetzung des Titels: Waffen zärtlicher Reibung. Es geht um Berührung, Widerstand und Hingabe. Zwei Tänzer (Carlos Díaz, Francisco Chavez) begegnen sich in einem Raum voller Spannung. Sie nähern sich einander an, ziehen sich zurück, stützen sich, widersetzen sich. Durch Gesten der Einladung, des Zögerns, des Drucks und der Entspannung entfaltet sich Intimität. Eine der zentralen Fragen der Inszenierung: Warum scheint Gewalt in unserer kulturellen Vorstellung so oft mit Begehren verflochten zu sein? Die Darsteller offenbaren, wie kulturelle Erwartungen in Bezug auf Männlichkeit und Macht im Körper verankert sind. Díaz’ intensive Bewegungssprache ist sowohl von zeitgenössischem Tanz als auch von partnerbasierten Traditionen wie Tango und Flamenco inspiriert. Für die Entwicklung seiner neuen Inszenierung erhielt er 2025 die Pop-up-Residenz des Hessischen Staatsballetts am Staatstheater Darmstadt. Im Herbst des vergangenen Jahres zeigte er beim Tanzfestival Rhein-Main am Staatstheater einen kurzen Ausschnitt des Stücks.
>> 18.6. (Premiere), 19.6., 20.6., Gallus Theater, Frankfurt, 20 Uhr, 18, erm. 15, 10 €, Infos & Tickets: (069) 75806020, gallustheater.de