© Initiative 19. Februar Hanau
„Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst“, so die Worte des ermordeten Ferhat Unvar. Vor sechs Jahren erschoss ein rechtsextremer Attentäter am 19. Februar 2020 in Hanau Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu und Vili Păun. Die Initiative 19. Februar Hanau kämpft seitdem unermüdlich für Erinnerung, Gerechtigkeit, lückenlose Aufklärung, politische Konsequenzen und gegen rassistische Gewalt, entwickelt Ausstellungen, Performances, politische Kampagnen und Interventionen. Erinnern und innehalten. Die Gedenkveranstaltung macht einmal mehr deutlich, dass sie nicht vergessen werden. Philosoph und Autor Senthuran Varatharajah erzählt in der Lecture Performance „Sag mir, wo deine Arme liegen und wann“ aus dem Gedichtband KLAGELIEDER die Geschichte der neun jungen Menschen. Das literarische Projekt – ein Requiem in Gedichtform – verhandelt Erinnerung, Identität und Gewalt. Der Musiker Tayfun Guttstadt begleitet die Performance mit Musik – Guttstadt reflektiert in seinen Kompositionen Fragen kultureller Herkunft und multipler Zugehörigkeiten. Für das Stück „Februarsturm“, das er gemeinsam mit Camil „Calimaat“ Bahtijarević und Ozan Zakariya Keskinkılıç entwickelte, erhielten sie den Publikumspreis der Poetry-Filmtage 2025.
>> 19.2.2026, Schirn (Gabriel-Riesser-Weg 3), 19.30 Uhr, schirn.de, 19feb-hanau.org