„Jazz – mit dieser Musik bin ich aufgewachsen“, erzählt Petra Lehr zu Beginn ihrer Performance „remembering for tomorrow“, die sie nach der erfolgreichen Premiere im Februar erneut auf die Bühne des Gallus Theaters bringt. Die Frankfurter Performerin, Tänzerin und Choreographin begibt sich auf eine Zeitreise durch ihre Biographie, die eng mit der Entwicklung der Freien Tanz- und Theaterszene seit Ende der 1970er Jahre verknüpft ist. Petra Lehr verbringt ihre Kindheit und Jugend in Mainz, ihr Vater leitet die Freddy-Lehr-Jazzcombo, sie will zum Ballett, entdeckt den Jazztanz, spielt Straßentheater, absolviert in den USA mehrere Tanz-Ausbildungen und gründet 1993 in Frankfurt das co.lab.tanztheater. Im Mittelpunkt ihrer Soloperformance steht Petra Lehrs tänzerische Ausdruckskraft, mit der sie Schlüsselszenen aus ihrer künstlerischen Laufbahn mit großer Präsenz auf die Bühne bringt. Oft humorvoll und lebensfroh, bisweilen auch traurig, manchmal bitter, immer intensiv. Weitere wichtige Elemente sind ihre Erzählungen, (Foto-)projektionen und natürlich die Musik: Jazz, Soul- und Discomusik. So entfaltet sich ein rund 80-minütiges Gesamtkunstwerk, das in den Bann zieht. Petra Lehrs Botschaft: Sie möchte Frauen ermutigen, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Sie selbst gibt dafür das beste Beispiel.
>> 11./12./13.12., Gallus Theater, Frankfurt, 20 Uhr, 20, erm. 14 €, Infos & Tickets: (069) 758060-20, gallustheater.de