© Andreas Kemler
Gesteuert und überwacht von einer allwissenden Maschine spielt sich das Leben der Menschen nur noch unter der Erde ab. Jegliche Handlung und Aktion wird registriert und protokolliert, körperliche Bedürfnisse und soziale Interaktion sind auf das allernötigste reduziert. Kommunikation ist ohnehin nur mittels einer Audio-Video-Übertragung möglich. Die Musikforscherin Vashti ist mit dieser Art des Lebens dennoch zufrieden und von deren Funktionalität vollauf überzeugt. Das ändert sich gravierend, als ihr Sohn Kuno verbotenerweise an die Erdoberfläche reist. Dort macht er nämlich Entdeckungen, die die Maschine sukzessive still stehen und das gesamte System kollabieren lassen. Die Menschheit ist vernichtet. Allerdings wohnt Kunos couragierter Tat die Hoffnung auf einen Neustart ohne Maschine inne. Das Ensemble Noctenytor bringt eine 1909 von dem britischen Autor E.M. Forster verfasste Dystopie auf die Bühne, die angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen frappierende Aktualität besitzt.
>> 11.9. Premiere, Kulturhaus Frankfurt, 20 Uhr, weitere Aufführungen 12.9., 20 Uhr, 13.9., 19 Uhr, 20 €, 14 € erm., Infos und Tickets: (069) 944 123 60, kulturhaus-frankfurt.de